20160419_142658Autor: Kristina Dunker
Titel: Bevor er es wieder tut
Reihe: /
Genre: Roman
Seitenzahl: 256 Seiten

Das Buch ist bei dtv erschienen und kann hier erworben werden. 

Cover: Farblich ist es ein Traum. Auch Bild und Schriftverteilung gefallen mir wirklich gut. Es ist hübsch und dabei durchaus auch zum Titel passend eindrücklich. 

Inhalt:
Eigentlich wollte Johanna den Sommer dazu nutzen, endlich zu vergessen. Doch dann liest sie von der vierzehnjährigen Kim, die zwei Tage verschwunden war und fast nicht überlebt hätte – und Johanna weiß: Will sie verhindern, dass der Täter sich weitere Opfer sucht, so muss sie endlich ihr Schweigen über das, was letzten Sommer geschehen ist, brechen . . .

Erster Eindruck:
Wie immer finde ich es super, dass man direkt mitten in der Geschichte ist. Als dann das 2. Kapitel anfängt bin ich etwas irritiert. Wer zur Hölle ist Vincent? ^^ Die Kapitelwechsel sind gut gesetzt und erhöhen die Spannung schon direkt zu Beginn des Buches.

Zitat:
„Du verbringst ein Kuschelstündchen bei deinem Freund und brauchst eine Pause, als wäre es schwere Arbeit. Das darfst du auch keinem erzählen.“ (S. 153)

Fazit:
Das Buch war tatsächlich eine spontane Idee. Während ich mit meiner sehr langen Bibliotheksliste die Regale ablief und ein bestimmtes Buch suchte, stand dieses gut sichtbar da und Cover und Titel haben mich direkt angesprochen. 🙂

Wie schon gesagt ist das Buch wunderbar spannend aufgebaut. Das wird natürlich auch durch die verschiedenen Perspektiven begünstigt. Außerdem enden die Kapitel immer so, dass man den nächsten Abschnitt der jeweiligen Person am liebsten sofort lesen möchte. Da meistens 1-2 andere Kapitel dazwischen liegen, wird man quasi zwangsweise genötigt schnell weiter zu lesen.

Ich finde es großartig, wie man nur langsam erfährt was Johanna geschehen ist und wie die Rückblicke in die fortlaufende Geschichte eingearbeitet sind. Dabei sind die Schilderungen erschreckend und eindrücklich, ohne dabei all zu detailliert zu werden. Vieles wird der Phantasie überlassen und gerade das macht es – für mich – noch viel grausamer und beklemmender.

Johanna ist mir sympathisch… obwohl auch sie ein paar Eigenschaften an den Tag legt, die mich aufregen. ^^ Ihr Verhalten zeigt sehr gut wie weitreichend manche Erlebnisse in das Leben eingreifen und dass manchmal schon winzige Kleinigkeiten ausreichen um einen zurück zu katapultieren.
Vincent ist ein so großartiger Mensch, dass es fast schon zu viel ist. 😉 Seine Rolle in der Geschichte wird mir ziemlich früh klar, aber das ist okay so. Wer hingegen so gar nicht geht ist Elias. Bis kurz vor Schluss hat er nichts, aber auch gar nichts Positives vorzuweisen und ich bin immer genervt, sobald er auftaucht.

Ja, am Ende wird es mir ein wenig zu dramatisch. Auch wenn sich vieles davon bereits im Verlauf der Geschichte abgezeichnet hat und so zu erwarten war. Das wirkliche Ende nach dem Showdown gefällt mir dafür dann wieder gut. Kein weichgespültes mega Happy-End, aber auch kein nerviger Cliffhanger. Ersteres hätte auch nicht zur Geschichte gepasst.

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Ein ziemlich rundes Buch, bei dem von vorne bis hinten so gut wie alles stimmt und nur kleine Details das Bild stören und deswegen ein Sternchen klauen. 🙂

Challenges:
ABC-Challenge der Protagonisten: Protagonistin – J
Die ultimative ABC-Challenge: Autorin – D
Daggis Buchchallenge: Nr. 50 – Bibliothek

 

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