Autor: Lotte MinckToteHippe-001
Titel: Tote Hippe an der Strippe
Reihe: Loretta Luchs #5
Genre: Krimi (Krimödie)
Seitenzahl: 304 Seiten

Das Buch ist bei Droste erschienen und kann hier erworben werden. 

Cover: Schon wieder keine Leiche! *anpranger* 😀 Nur ein wenig Giftmischerei da rechts am Bildrand… und was soll ich sagen? Das ist genauso irreführend wie der Buchtitel. Leider. Ansonsten sind die Details natürlich sehr amüsant und was den Stil angeht sind sie sich ja treu geblieben. Und meine Güte… niemand nimmt sich Band 5 einer Reihe nur weil das Cover schön ist, oder? 😉 (Coverquelle: Droste)

Erster Eindruck:
Der Anfang zeigt mir zumindest, dass das Konzept „Freunde aus dem letzten Band werden weiter involviert“ weiter Bestand hat. Doch bis es wirklich spannend wird dauert es erst mal ein wenig. Außerdem verrät der Klappentext schon relativ viel und das macht die ersten Kapitel ja generell nicht so wirklich spannend. *seufz*

Inhalt:
Bisher hat Loretta die Arbeit an der Sexhotline immer Spaß gemacht, aber seit Belinda und Jeanette dort arbeiten, herrscht eine andere Stimmung. Den Grund dafür erfahren Loretta und Erwin, als Chef Dennis sie verzweifelt um Hilfe bittet: Er wird massiv unter Druck gesetzt, binnen vier Wochen sein Personal durch »professionelle« Damen zu ersetzen. Damen wie Belinda und Jeanette, die über die Hotline Freier für einen Puff akquirieren. Zweimal wurde Dennis bereits zusammengeschlagen, seine Scheune ging in Flammen auf und – für ihn das Schlimmste – fünf seiner sechs geliebten Zwergseidenhühner wurden brutal abgeschlachtet. Die »SoKo Hühnerhof« schickt erst Freundin Bärbel, dann Loretta undercover ins Rennen. Und plötzlich eskalieren die Ereignisse …  (Quelle: Droste)

Zitat:
„Ich wusste, Widerstand war zwecklos. Jeder Katzenbesitzer weiß das. Baghira würde so lange weitertapsen, bis ich reagierte.
“ (S. 6, Ebook)

„Das Croissant ist für dich, hab extra ein schönes großes ausgesucht, sagt er dann und legt mir so ein Ding auf den Teller, das aussieht, als wäre es bei der Tschernobyl-Katastrophe dabei gewesen und deshalb zu monströser Größe mutiert.“ (S. 12, Ebook)

„Doris war mir einen vorwurfsvollen Blick zu. „Woher weißt du, dass es kein Fuchs oder Marder war, Dennis?“, fragte sie sanft. „Weil Füchse und Marder überaus selten Nachrichten hinterlassen, die mit Blut an die Wand des Hühnerstalls geschrieben sind“, gab Dennis düster zurück.““ (S. 19, Ebook)

„Sie trug schimmernde Leggins mit Einsätzen aus Spitze sowie ein Schlauchkleid in einer Farbe, die sonst nur auf offener See bei Leuchtbojen zum Einsatz kam.“ (S. 46, Ebook)

„“Momentan habe ich sowieso das Gefühl, ich brauche einen Dampfstrahler, um mich heute Abend abzuschminken. Am besten, ich laufe einfach durch eine Autowaschanlage.““ (S. 113, Ebook)

„Am liebsten hätte ich das selbstgefällige kleine Arschloch neben mir verprügelt und mit den spitzen Absätzen meiner minütlich unbequemer werdenden High Heels so lange auf seinen hässlichen Schädel eingedroschen, bis man durch seine Kopfhaut Nudeln abgießen könnte.“ (S. 124, Ebook)

Fazit:
Nachdem ich die Rezension zu „Wenn der Postmann nicht mal klingelt“ geschrieben hatte, war ich wieder so richtig heiß auf die Fortsetzung… Ich bin von der Reihe ja durchweg begeistert, auch wenn Band 4 jetzt nicht ganz so großartig war… das ganze drum herum ist ja durchaus toll. Können ja nicht alle Bücher Highlights sein. Außerdem werden am Buchende die neuen Fälle immer schon angeteasert „Und so geschah es dann tatsächlich. Aber das ist eine andere Geschichte.“… und ich bin da einfach ein echtes Opfer. ^^

Der Fall hat mir wesentlich besser gefallen und erschien mir nicht mehr ganz so konstruiert, auch wenn er gegen Ende schon ein wenig arg übertrieben ist. ^^ Aber man fängt bei so ner Reihe ja auch nicht an zu hinterfragen wie Loretta das jedesmal wieder schafft in so einem Chaos zu landen. Da ist ein wenig Übertreibung wohl normal.

„Das klebte an mir wie ein Kaugummi unter der Schuhsohle. Ich hasse es. Lief ich etwa in der Gegend herum und suchte nach Verbrechen, die ich aufklären konnte? Nein. Ich geriet in Verbrechen, die in meinem Umfeld passierten, das war etwas vollkommen anderes.“ (S. 20, Ebook)

Zum Inhalt brauche ich nichts mehr sagen. Der Klappentext erledigt das zu Genüge.

Auch nach 5 Büchern packt mich der Humor noch. Ich habe wirklich, wirklich häufig auf offener Straße und in der Bahn laut lachen müssen. Eigentlich kann ich mich mal wieder nur selbst zitieren. „Ich mag die meisten Charaktere, die Sprache, den Humor und vor allem Loretta.“ Für mich völlig ausreichende Argumente. Ich habe aber auch im Bekanntenkreis schon erlebt, dass man es nach Band 3 nicht mehr ertragen hat. Das muss aber jeder für sich selbst herausfinden. 🙂

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

ABC-Challenge der Protagonisten: Protagonistin – L
Die ultimative ABC-Challenge:  Autorin – L
1 Jahr – 40 Bücher: Licentia Nr. 22 – regional
Daggis Buchchallenge: Nr. 5 Schmunzeln, Grinsen, Lachen

 

Advertisements