Autor: Molly McAdams20160211_230935
Titel: Taking Chances – Im Herzen bei dir
Reihe: /
Genre: New Adult
Seitenzahl: 480 Seiten

Das Buch ist bei Mira Taschenbuch erschienen und kann hier erworben werden. Mein Exemplar habe ich über BloggdeinBuch bekommen. Danke für das Exemplar! 

Cover: Es ist schön. Und passend. Und nach dem Lesen tut es ein wenig weh. Vor dem Lesen bietet es einen schönen Ausblick auf das was passieren wird. Ohne viel sagen zu müssen. Ein Cover, dass ohne Probleme einen ganzen Klappentext ersetzen könnte und dabei auch farblich noch schön abgestimmt ist. Mir gefällt es wirklich, wirklich gut.

Inhalt:
Harper wächst unter dem strengen Regiment ihres Marine-Dads auf. Sie zählt die Tage, bis sie aufs College gehen kann, um endlich die Dinge zu erleben, von denen sie bislang nur gehört hat: Flirten, Daten, Küssen. Gleich auf der ersten Party trifft sie Chase, der all das ist, was ihr Vater hasst: sexy, wild, verwegen. Nur mühsam widersteht Harper seinem Bad-Boy-Charme. Obwohl sie sich kurz darauf in seinen attraktiven Mitbewohner Brandon verliebt, scheint ihr Körper jedes Mal vor Verlangen zu vibrieren, sobald Chase in der Nähe ist. Sie ist überglücklich mit Brandon, aber auch ihre Gefühle für Chase werden immer stärker. Ein unvergessliches Wochenende lang gibt sie der Versuchung nach – und plötzlich ist nichts mehr, wie es war …

Erster Eindruck:
Schon auf den ersten Seiten fällt mir auf, dass es im Grunde genau dasselbe ist, wie bei der After-Reihe die mir ja doch sehr schnell auf den Keks ging. Junges Mädel, gerade College, Mitbewohnerin schleppt sie zu einer Party mit, sie ist direkt beim ersten Blick unfassbar fasziniert. Es wird sofort Alkohol getrunken. Viel, reichlich. Nach nicht mal 60 Seiten ist das Chaos schon perfekt. Es wird gewimmert und gebebt. Die erste Schlägerei ist nicht weit. Ich bin genervt. ^^

Zitat:

„Seufzend zappte ich noch ein paarmal durch alle Programme, ohne etwas Interessantes zu finden, und schaltete dann einfach irgendwelche Nachrichten an. Sir wäre so stolz auf mich gewesen.“ (S. 43)

„ich fühlte mich wie Elena aus Vampire Diaries. In die waren auch zwei unglaublich heiße Jungen verliebt, die alles für sie getan hätten. […] Wenigstens waren meine beiden keine Brüder. Gott sei es gedankt.“ (S. 175)

Fazit:
Das ist jetzt irgendwie ein besonders schwerer Fall. Die Rezension war schon fertig, der Veröffentlichungstermin schon gesetzt und dann las ich die ein oder andere Rezension bei anderen, diskutierte ein wenig, las meine noch mal.. und kam zu dem Schluss, dass das so nicht geht.

Unmittelbar vor diesem Buch habe ich die After-Reihe gelesen. Was man in meinem 1. Eindruck hier auch lesen kann. Im Vergleich dazu finde ich dieses Buch wirklich gut. Wenn ich aber mal ausgiebig drüber nachdenke, dann auch eben nur im Vergleich dazu. Und das ist im Endeffekt dann halt auch nicht schwer.

Insgesamt sind Chase, Brandon und Harper zwar durchaus angenehme Charaktere, doch wenn man mal genau drüber nachdenkt ist es eigentlich nicht anders als in der besagten After-Reihe. Es wird zu viel gesoffen, Verhütung ist jetzt nicht unbedingt sonderlich wichtig und nur weil die meisten Prügeleien als (illegale) Kämpfe daher kommen ist das Gewaltpotenzial nicht unbedingt sympathischer.

Die Dreiecksbeziehung fand ich interessant. Auch die Tatsache wie dicht die Story war und dass sehr viel allein in den ersten 60 Seiten passierte. Ich war neugierig darauf wie man die weiteren 420 Seiten füllen wollen würde. Auch am Erzählstil habe ich nichts auszusetzen. Im Gegenteil. Der Erzählstil gefiel mir sehr gut. Es gab immer mal Rückblenden, gerade am Kapitelanfang wurden schon mal die letzten Wochen zusammengefasst und berichtet. Hat mir persönlich sehr gut gefallen. Überhaupt ließ sich das Buch sehr gut lesen, auch wenn mir die Dialoge zu kitschig waren.

Die Kritik an Harper, die ich mittlerweile hier und da gelesen habe, könnte ich nicht unbedingt uneingeschränkt teilen. Mir ging ihr ständiges „Das kann ich ihm/oder ihm/oder wieder ihm nicht antun“ ziemlich auf den Geist, aber generell fand ich sie doch angenehmer als so viele andere Mädchen in dem Genre.
Von den Jungs gefällt mir Chase um Längen besser und ich habe ihn echt lieb gewonnen. Brandon ist mir zu extrem. Zu weich auf der einen Seite, zu kampfbetont auf der anderen Seite. Mich würde er in den Wahnsinn treiben.

310 Seiten lang fühlte ich mich ganz gut unterhalten. Danach war ich gelangweilt und ging zum quer lesen über. Ohne spoilern zu wollen und sehr vorsichtig ausgedrückt: Statt 170 Seiten weiter zu schreiben hätten es vielleicht auch 50 getan. Oder 30 + 20 Seiten Epilog. Jedenfalls hätte man das was man ausdrücken möchte auch kürzer geschafft.

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46  ,  2013-12-09 19.31.46

Noch nie habe ich an einer Rezension so lange herumgekaut und bin am Ende trotzdem nicht zufrieden. 

Challenges:
ABC-Challenge der Protagonisten: Protagonistin – H

Die ultimative ABC-Challenge: Buchtitel, Autorin, Protagonist – C, Protagonistin – H
1 Jahr – 40 Bücher: Grinsemietz Nr. 17 – Songtitel
Daggis Buchchallenge: Nr. 9 Mindestens 1 Person auf dem Cover

 

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