Autor: Vanessa Richter9783733785499
Titel: Plötzlich Friesin
Reihe: /
Genre: Roman
Seitenzahl:  235 Seiten

Das Buch ist bei Books2read erschienen und kann hier erworben werden. 

Cover: Ich mag die Schriftart vom Titel sehr. Schön schnörkelig. Ansonsten bildet das Cover schon gut den Kontrast zwischen Nicht-Insulanerin und Insel ab… Finde ich. Meine Neugier hat das Cover auf jeden Fall geweckt 😉

Inhalt:
Strandkorb ahoi! Paula Jörgens hat genug von offenen Zahnpastatuben, hochgeklappten Toilettendeckeln und einem Freund, der lieber auf der Couch rumhängt als sich Arbeit zu suchen. Um Abstand zu gewinnen, nimmt sie einen Job auf einer malerischen Nordseeinsel an, von der kein Mensch je gehört hat. Doch dort erwartet Paula nicht nur der charmante Friese Chris, der die Schmetterlinge in ihrem Bauch in Seenot bringt – sondern auch die Lebenslüge ihrer Mutter: Paula ist eine waschechte Friesentochter! Prompt macht sie sich auf die turbulente Suche nach ihrem Vater – und entdeckt, dass das Glück manchmal gar nicht so fern liegt. Vorausgesetzt man schafft es übers Wattenmeer … Von raubeinigen Seebären, den irrwitzigen Pfaden der Liebe und einer verträumten Nordseeinsel, die für so manche Überraschung gut ist.

Erster Eindruck:
Wir sind direkt mitten im Chaos. Also im Wohnungschaos von Paula. Letztere ist mir ziemlich zügig sympathisch, auch wenn mein Verständnis von Ordnung wohl eher dem von Ben gleicht… *hüstel* Die Sprache gefällt mir auch und ich bin gespannt wie schnell es auf die Insel geht. 

Zitat:

„“Luise, ich brauche eine Putzfrau oder einen Long Island Ice Tea, was auch immer du schneller besorgen kannst!““ (Ebook, S.7)

„“Du Edda, wenn wir schon Geheimnisse vor Margot haben, könnten wir vielleicht ein weiteres ergänzen?“, entgegnete ich, ohne auf ihre Frage einzugehen. Die würde sich nämlich gleich von selbst beantworten.“ (Ebook, S.70)

Fazit:

Im nachhinein betrachtet ist mir der Klappentext zu lang. Passend zur letzten Montagsfrage. 😉 Er verrät mir einfach auf die Kapitel gesehen schon zu viel vom Inhalt… Auch die Kapitel beginnen mit einem einleitenden Satz der das Kapitel beschreibt. Mich persönlich nervt das ziemlich, ich mochte das schon bei den Lotte Minck Büchern nicht… Ich möchte erst wissen was in einem Kapitel passiert, wenn ich es lese. Nicht schon vorher. Für mich fühlt sich das in etwa so an, als ob man mir vor dem Lesen schon das Ende vom Buch verrät… Also bin ich irgendwann dazu über gegangen den Satz zu überlesen.

Davon abgesehen war ich aber erst mal begeistert. Die Protagonistin war mir sehr sympathisch und mit dem Nordsee-Setting hat man mich ja sowieso recht schnell. Wenn etwas an der Nordsee spielt hat ein Buch quasi schon mal einen Stern extra verdient. *g*

Den Kontrast zwischen der „hektischen“ Stadtgöre Paula und den Insulanern finde ich ganz gut dargestellt. Mein Star des Buches ist eindeutig Knud. Während mich die Dogge irgendwie nervt… *seufz* Auch manch andere Charaktere lassen mit der Zeit arg nach, während andere witziger und interessanter werden.

Leider gab es im Buch einige Fehler. So wurden z.B. (einmal) Namen vertauscht, manchmal fehlten Worte, ein anderes Mal endete ein Satz nicht zum Anfang passend. Einzeln betrachtet nicht sonderlich tragisch, so insgesamt fiel mir das aber durchaus auf. Schade!

Insgesamt war es mir ein wenig zu viel von allem. Den „Feuerteufel“-Part hätte es meiner Meinung nach nicht bedurft. Es wäre nicht aufgefallen wenn man ihn weggelassen hätte. Auch eine gewisse Mutter und alles was sie so mit sich brachte war nicht wirklich nötig um das Buch witzig und interessant zu machen. Bei mir hat es mehr einen faden Beigeschmack erzeugt. Ein weit verbreitetes Phänomen…. Aus Angst (?) dass ein Buch mit normalem, realistischem Chaos-Anteil nicht interessant genug ist, werden einfach so viele Themen und Schwierigkeiten eingebaut, dass es zu viel ist…

Das Ende finde ich dann tatsächlich ganz okay. Vor allem weil es nicht so klassisch ist, wie man es vielleicht erwartet hätte. Außerdem war das Buch einfach und flüssig zu lesen. Es hat genau eine Fernbusfahrt (knapp 5 Stunden) lang angehalten und mich definitiv gut unterhalten. 🙂

Ein wenig (mehr) Abzug wegen zu vielen überflüssigen Katastrophen, weil die (Lektorats)Fehler den Lesefluss störten und weil der Hund irgendwann nervte… ein Extra-Stern für das Nordsee-Setting und das mich daran erinnern wie toll es ist mit einem Rad auf einer Insel herum zu fahren.

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Challenges:
ABC-Challenge der Protagonisten: Protagonist B – Ben
Die ultimative ABC-Challenge: Buchtitel, Autorin, Protagonist B – Ben
Daggis Buchchallenge: Nr. 34 2015 erschienen

Ich habe mein Exemplar über Blogg dein Buch zur Verfügung gestellt bekommen und möchte mich dafür herzlich bedanken. 

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