20151231_174746Autor: Terry Pratchett
Titel: Das Erbe des Zauberers
Reihe: Scheibenwelt – Hexen #1
Genre: Fantasy
Seitenzahl: 288 Seiten

Das Buch ist bei Piper erschienen und kann hier erworben werden. 

Cover: Ich mag es nicht. Mir gefällt der Stil so überhaupt mal gar nicht und ich hätte in meinem Regal auch lieber die Version stehen, die ihr hinter dem Kauflink findet. Aber ich hab mein Buch nun mal schon seeeeeeehr lange. 😀 Nicht nur, dass das Cover völlig überladen ist, wenn man aufmerksam liest, merkt man auch, dass die Bilder nicht zu den Personen passen. 

Inhalt: 
Es ist ein Mädchen!

Als der Magier Drum Billet seinen Zauberstab gemäß guter Sitte an den achten Sohn eines achten Sohnes übergeben will, macht er einen folgenschweren Fehler: Denn das Neugeborene ist ein Mädchen, und diesen ist der Zutritt zur Unsichtbaren Universität verwehrt. Nun kann nur noch Oma Wetterwachs den Zauberern in Sachen Gleichberechtigung auf die Sprünge helfen …

Erster Eindruck:
Endlich ist der 1.1. ^^ Nachdem wir beschlossen haben die Bücher zu lesen, konnten wir es beide nur noch so eingeschränkt erwarten endlich anzufangen.
Am Anfang war ich dann überrascht, dass ich mich doch noch an das ein oder andere erinnerte, obwohl es sicher 7 Jahre+ her ist, dass ich es gelesen habe. Der Eindruck bleibt die ersten 80 Seiten bestehen. Gleichzeitig mach ich mir wenig Gedanken, dass ich diesen Monat ohne Zitate verbringe. Die Sprache ist einfach nur ❤
Negativ? Es gibt keine Kapitel. Das hatte ich verdrängt und war vllt. der Grund wieso ich Pratchett nie weiter gelesen habe…

Zitat:

„Nun, der Nebel wird hier nur erwähnt, um die richtige Stimmung entstehen zu lassen; sein Wallen hat mit den folgenden Geschehnissen nichts zu tun. Der Vollständigkeit halber sei hinzugefügt, dass es ein recht erfahrener Nebel war, der die Kunst des Wallens außerordentlich gut beherrschte.“ (S. 10)

„WEISST DU, ICH HABE NICHT DEN GANZEN TAG ZEIT, sagte der Tod ein wenig vorwurfsvoll.“ (S. 15)

„So etwas nennt man Pschikologie.“ […] „Die Lehre von der eigenen Schläue und der Dummheit anderer Leute.“ (S. 58)

„Wenn etwas bei A verschwinden und bei Z wieder feste Gestalt annehmen wollte, mußte zunächst die ganze Realität dazwischen beiseite geräumt werden.“ (S. 129)

„“Meinetwegen. Aber ist der Besen sicher?“ Granny betrachtete ihn mit einem vernichtenden Blick. „In einem absoluten Sinn?“ fragte sie: „Oder im Vergleich dazu, auf einer schmelzenden Eisscholle zu stehen?““ (S. 257)

Fazit:
Hach ja… Wie rezensiert man das denn jetzt?

Die Charaktere gefallen mir weitestgehend gut. Allerdings finde ich Esk ein wenig zu alt für ihre jungen Jahre. Sie hat so wenig kindliches an sich, dass ich es einfach merkwürdig finde. Es wäre in meinen Augen kein Problem gewesen sie einfach älter sein zu lassen. Weshalb es mich einfach ein wenig stört.

„“!“ sagte Granny und räusperte sich.“ (S. 159)

Granny Oma Wetterwachs ist schon nen Fall für sich. Aber ein großartiger Fall. Ich mag sie gerne. Hätte ich von Anfang Zitate notiert, wären da wohl weitaus mehr mit ihr als Mittelpunkt bei gewesen. *g*

„Oma Wetterwachs hielt die Zukunft für ein recht empfindsames Etwas,
das sich sofort veränderte, wenn man es zu lange anstarrte.“ (S. 186)

Es hat Spaß gemacht dieses Buch zu lesen. Immerhin habe ich keine 2 Tage gebraucht. Doch ich bin nicht uneingeschränkt begeistert und kann nicht mal wirklich greifen woran das liegt.

Dieses Buch ist soweit in sich abgeschlossen, obwohl es zur Hexen-Reihe gehört. Doch irgendwie ist der Schluss .. ernüchternd. Es ist halt auf einmal vorbei. Und das fühlt sich merkwürdig an. Dabei ist das Thema des Buches gut (etwas überspitzt :D) herausgestellt und lässt einen des Öfteren den Kopf schütteln. Ja, genau so ist es. Und genauso so einfach könnte man es ändern.

„Und da der Unterschied zwischen Kaufleuten und Dieben eigentlich gar nicht so groß ist, wie man zunächst annehmen mag, genossen die Betrüger und ihre Kollegen bald einen ähnlich guten Ruf.“ (S. 165)

Hier ist Gesellschaftskritik in Fantasy verpackt. \o/ Eine so fantasievolle Geschichte, dass mir tatsächlich irgendwann der Kopf schwirrte und ich nicht mehr ganz folgen konnte.

Ich habe das dann einfach mal ignoriert und weiter gelesen. ^^ Insgesamt war es eine spannende Geschichte auch wenn mich das Ende wie gesagt nicht vom Hocker gerissen hat und mich irgendwie verloren zurücklässt.

Doch diese Sprache! Meine Güte! Es ist mir kaum gelungen – wie ihr sehen könnt – mich auf ein paar Zitate zu beschränken. Es ist so lustig… und so absurd und einfach so verflucht gut! Und das obwohl ich gelesen habe, dass bei der Übersetzung zwangsläufig sehr viel verloren geht. 

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Ganz klar: Pratchett muss man gelesen haben. Und ich bin jetzt auch nicht weniger motiviert mir alle weiteren auch anzuschauen. Nur vielleicht nicht alle hintereinander. Immer ein wenig Erholung fürs Hirn dazwischen. Ein wenig Realität und so. 😉

Challenges:
ABC-Challenge der Protagonisten: Protagonistin E – Eskarina
Die ultimative ABC-Challenge: Buchtitel, Autor, Protagonistin E – Eskarina
1 Jahr – 40 Bücher: Nezumi Nr. 24: Handlungsort
Daggis Buchchallenge: Nr. 58 >1 Jahr auf dem Sub
Terry Pratchett: Hexenreihe #1

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