Autor: Lotte Minck2015-10-09 14.46.48
Titel: Radieschen von unten
Reihe: Loretta Luchs #1
Genre: Krimi (Krimödie)
Seitenzahl: 255 Seiten

Das Buch ist bei Droste erschienen und kann hier erworben werden. 

Cover: Passt. Zugegeben, ich habe es mir zweimal anschauen müssen um die Leiche auch zu sehen, aber dann habe ich herzlich gelacht. Farblich alles abgestimmt, höchstens die Schriften könnten etwas kleiner sein. Spoileralarm: Mir gefällt es, dass die Cover der Reihe alle einheitlich gestaltet sind. Immer dieselbe Art, mit passendem Bild für den Inhalt.

Erster Eindruck:
Die große Vorfreude hat den Einstieg einfach gemacht, auch wenn es bis zum Leichenfund etwas dauert und ich ja eigentlich lieber sofort mitten am Tatort bin. Hier starten wir bei Loretta am Arbeitsplatz und das ist durchaus auch interessant. 😉
Die Sprache macht mir großen Spaß. Ich bin halt doch auch nur ein Pottmädel. 😀

Inhalt:
Das Leben kann ganz schön hart sein, findet Loretta Luchs. Der Job an der Sex-Hotline ist anstrengend, der Freund zu Hause erst recht. Um mal in Ruhe nachzudenken, zieht sie für ein paar Sommertage in den Schrebergarten ihrer Freundin Diana.
Blumen blühen, Bienen summen, Vögel zwitschern….
Für Loretta ist die Kolonie »Saftiges Radieschen« das Paradies auf Erden. Selbst die ständige Präsenz von Muskelprotz Frank, der schneller redet als denkt, kann das Idyll nicht stören. Wohl aber die Tatsache, dass Pazellennachbar Uwe eines schönen Sommermorgens kopfüber in seiner Regentonne steckt – mausetot. Und sehr schnell stellt sich heraus: Uwe war nur der Anfang…

Zitat:

„Schönes Wetter konnte ich einfach nicht ertragen, wenn ich schlecht drauf war, das machte mich nur noch aggressiver. Wenn mir Leute sagten, dass sich ihre Laune bei Sonnenschein sofort besserte, hatte ich keinen Schimmer wovon sie redeten.“ (S. 22 ff.)

„Wäre ich im Besitz einer Schusswaffe gewesen, hätte ich mir am nächsten Morgen eine Kugel in den Kopf gejagt, nur damit die Kopfschmerzen aufhörten.“ (S. 138)

„Es gab wohl kaum jemandem im Ruhrgebiet, der die S-Bahnen benutzt und noch nie einen Personenschaden erlebt hatte oder zumindest jemanden kannte, der live dabei gewesen war.“ (S. 159)

Fazit:
Es überrascht mich nicht sonderlich, dass ich sofort einen Zugang zu diesem Buch und vor allem zur Protagonistin hatte. Die Autorin hat bereits an einer anderen sehr, sehr schönen Krimi-Reihe (Maggie Abendroth ❤) mitgewirkt. Aus Erzählungen war mir klar, dass die Stimmung in etwa dieselbe sein müsste und als meine Mama sich dann alle bisherigen Bände gekauft hat, war klar, dass ich die natürlich auch lesen werde. 

Loretta ist mir sehr sympathisch und die Ruhrpottschnauzen (also den Dialekt ^^) feiere ich einfach sehr. Hinzu kommt, dass es mit „WorldofIrgendwas“ einen witzigen Bezug zu meinem eigenen Leben gibt… 😀 Ich finde es wird gut deutlich wie die Leute hier im Pott so sind und dass die Geschichte hier in der Umgebung spielt. 

Es ist ein durchaus spannender Krimi, der aber in erster Linie von den amüsanten Charakteren getragen wird. Sie sind allesamt irgendwie besonders oder einfach nur besonders klischeehaft. Dabei aber nur unsympathisch, wenn sie es auch sein sollen. ^^
Möglicherweise könnte man bemängeln, dass es nicht sooo schwierig ist den Fall zu lösen, aber da liegt meiner Meinung nach halt einfach nicht der Schwerpunkt des Buches. Es soll unterhalten und nicht in atemlose Spannung versetzen. Und das tut es sehr gut.

Mir persönlich gefallen die Kapitelunterschriften nicht. Ich finde sie einfach überflüssig. Allerdings nicht nervig genug um dafür einen Stern abzuziehen. 😉

Das wird ohnehin davon ausgeglichen, dass am Ende des Buches die im Buch verwendeten Kochrezepte präsentiert werden. ❤

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Absolute Leseempfehlung meinerseits \o/

Challenges:
ABC-Challenge: Autorin
Challenge der Gegenteile: Grüne Seite – Deutsches Buch

 

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