2015-06-08 17.00.23Autor: Judith Arendt
Titel: Sündenbock
Reihe: Schöffin Ruth Holländer – Band 2
Genre: Krimi
Seitenzahl: 301 Seiten

Das Buch ist bei Ullstein erschienen und kann hier erworben werden. 

Cover: Während ich beim ersten Band noch so begeistert war, dass die Schrift hervorgehoben ist, wird hier deutlich, dass gespart wurde. Einfach „normale“ Schrift. Nichts zum Anfassen. Schade. Auch die Schriftfarbe begeistert mich nicht mehr. Die gelbe Schrift ist total Fehl am Platz. *seufz*
Vorteil am Cover? Da es vom Bild her quasi identisch ist, erkennt man die Verbindung zu Band 1. Da man das im Regelfall aber auch schon gelesen hat, weiß man auch: Das Cover hat nichts, aber sowas von überhaupt nichts mit der Geschichte zu tun. Noch mal: Schade.

Erster Eindruck:

Während mir im Prolog noch das Mitleid mit der alten Frau fehlt, bin ich im anschließenden Kapitel froh Ruth wieder zu sehen. Mittlerweile weiß ich auch was ich so an ihr mag: Sie erinnert mich an eine Frau – im selben Alter – die ich sehr schätze. Wann immer Ruth erwähnt wird, sehe ich eben diese Frau vor mir. Und das erwärmt mein Herz doch sehr. 😀

Inhalt:
Ein Jahr ist Ruth Holländer bereits Schöffin, aber dieses Ehedrama erschüttert sie besonders: Rentner Jürgen Dombroschke ist angeklagt, seine an Parkinson erkrankte Frau vergiftet zu haben. Ein deprimierender Fall, bei dem alles klar zu sein scheint.
Doch Ruth spürt, dass ein Puzzleteil fehlt. Hin- und hergerissen zwischen Schöffinnendasein und Privatleben, hört Ruth sich – gegen den Rat ihres Freundes, Staatsanwalt Hannes Eisenrauch – ein bisschen um. Auch in Dombroschkes Schrebergarten. Und entdeckt die dramatische Wahrheit….

Fazit:
Wie auch den Vorgänger, habe ich dieses Buch sehr schnell gelesen. Ich bin begeistert vom Aufbau. Die Zeitsprünge, die unterschiedlichen Perspektiven, die sympathische Protagonistin. Alles Elemente die ich sehr, sehr schätze.

Ähnlich wie letztes Jahr, habe ich unbedingt weiter lesen wollen und mich gefreut, wenn ich Bahn fahren musste oder es andere Lesegelegenheiten gab. Und das obwohl der Fall mich nicht ganz so gepackt hat wie im ersten Buch. Letzteres könnte daran liegen, dass ich das Opfer durch und durch unsympathisch fand. ^^

Wenn ich da jetzt so drüber nachdenke, dann ist auch dieses Mal die Themenwahl wieder mutig. Ging es letztes Mal um Ehrenmord, sind wir hier bei der Sterbehilfe.

Ich kann mich jetzt hier nur selbst zitieren: „Die Rückblenden begeistern mich […] besonders, weil sie so treffsicher gesetzt sind. […] Immer an der richtigen Stelle um die Spannung zu erhöhen.“

Auch dieses Mal gibt es Handlungsstränge die für mich keinen Platz haben. Obwohl ich es sehr schätze wie Ruth als Mensch mit Privatleben dargestellt wird, habe ich es einfach über, dass Privatleben immer in Drama enden muss… (ich wiederhole mich da in jeder Krimi-Rezension… ich weiß) Das mit der Frau vom Staatsanwalt ist einfach nur unnötig in dem Ausmaß. *seufz*

Nichtsdestotrotz ist es ein gutes Buch mit einem schlüssigen Fall. Um so trauriger ist es, dass es erst mal keinen weiteren Fall geben wird, wie man hier bei Petzi im Interview mit der Autorin nachlesen kann.

Weil das Partnerdrama für mich ein rotes Tuch ist… ein kleiner Abzug.

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Definitive Leseempfehlung. Auch ohne den Vorgänger lesbar, aber am besten ist es halt doch, wenn man Ruth von Anfang kennen lernt… 🙂

Auch dieses Buch habe ich im Rahmen des „Welttag des Buches“ gewonnen. Und zwar bei Gedankenteiler. Danke fürs Veranstalten 🙂

Challenges:
1 Jahr – 40 Bücher: Lies ein Buch, das 2015 veröffentlicht wurde.
ABC-Challenge: Titel

Challenge der Gegenteile: Lila Seite – Deutscher Autor / Deutsche Autorin

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