2015-04-26 19.18.43Autor: Jutta Profijt
Titel: Kühlfach zu vermieten
Reihe: Pascha – #3
Genre: Krimi
Seitenzahl: 302 Seiten

Das Buch ist bei dtv erschienen und kann hier erworben werden.

Cover: Auch hier zieht sich das Motiv „Röntgenbild“ durch. Generell ist das gesamte Design so wie die bisherigen Bücher, was sich natürlich super im Regal macht. Passend zum Thema „Vermietung“ gibt es hier neben der Hand noch den Schlüsselbund zu sehen. Alles in sich stimmig. Nur das Zitat aus der „Für Sie“ hätte ich persönlich nicht aufs Titelbild gepackt. 😉

Der Klappentext:
„Das Leben als Leiche ist kein Zuckerschlecken.“

Land unter im Rechtsmedizinischen Institut in Köln: Eine Hitzewelle lässt die Menschen sterben die wie Fliegen, eine Baustelle schafft Chaos, Leichen verschwinden oder werden vertauscht, dubiose Obduktionsbefunde häufen sich. Dr. Martin Gänsewein dreht fast durch am Seziertisch, und der noch immer auf Erden herumgeisternde Pascha soll helfen. Doch der ist verliebt…

Inhalt:
Nicht nur, dass die Hitzewelle Köln im Griff hat. Nein, der Chef vom Institut fällt auf unbestimmte Zeit aus und wird durch jemand fachfremden ersetzt und wirbelt den gesamten Ablauf im Institut durcheinander. 

Erster Eindruck:
Pascha verschwendet wie immer keine Zeit und so ist man direkt mitten im Fall. Bzw. bei den Vorereignissen und das gefüllt mir natürlich sehr gut. Nicht so gut ist allerdings, dass die männliche Version von Umbridge direkt vorgestellt wird und ich mich sofort wieder daran erinnere wie ätzend ich den fand… 

Zitat:

 „So eine zerfetzte Leiche ist immer eine recht anstrengende Sache. Ein normaler Toter liegt irgendwo am Stück rum, da packen zwei Kerle an, machen hauruck, stecken ihn in die Horizontalsänfte, und ab geht die Post in den Keller.“ (S. 59)

„Felge, der eigentlich Helge heißt, aber den ersten Buchstaben ausgetauscht hat, damit ihn nicht alle fragen, ob er heute schon sein Katzeklo sauber gemacht hat, ist ein ziemlich einfach gestrickter Autoschieber, der immer, wenn etwas schiefgeht, an die große Verschwörungstheorie glaubt.“ (S. 284)

Fazit:
Wie auch schon beim letzten Band bin ich hier nicht wirklich rein gekommen und es hat sich etwas gezogen. Ich habe es nicht in einem Rutsch weg gelesen. Was möglicherweise auch daran lag, dass ich es bereits mehrfach gelesen habe. Während ich mit diesem Buch beschäftigt war, habe ich sicher 6 oder 7 andere Bücher gelesen. ^^

Dennoch ist es lustig. Und hat Spaß gemacht. Pascha ist und bleibt einfach Pascha und ist somit sowohl irrsinnig anstrengend wie auch erfrischend direkt und angenehm. Ich mag ihn einfach. Und das ist Grundvoraussetzung um die Bücher überhaupt lesen zu können. ^^ Mehr dazu habe ich bei der ersten Rezension der Reihe erzählt. 🙂

Der Fall in diesem Buch hat mich jetzt leider nicht so überzeugt. Der neue Chef im Institut macht mich ähnlich wütend wie Umbridge bei Harry Potter und somit hatte ich auf den ersten Seiten echt nen Hals und war ziemlich Aggro. ^^ Die Krimi-Handlung ist das ganze Buch über spannend und da ich mich nicht mehr erinnert habe, hat mich das Ende durchaus auch ein wenig überrascht. Leider ist es mir dann doch ein wenig zu.. überdreht und zu extrem. Die ersten beiden Fälle fand ich realistischer. Und auch wenn hier ein Geist ermittelt.. darf es ruhig realistisch sein. 😉 Die Hintergründe sind mir ein wenig zu weit hergeholt. Und was mich abgesehen davon auch noch gestört hat?

Pascha ist in verliebt noch ein wenig anstrengender und hat teilweise Gedankengänge wie ein Teenager… Unnötige Eifersuchtsanfälle, die mich schon nerven würden, wenn er kein Geist wäre und seine Angebetete von seiner Existenz etwas wüsste… aber so?!

Die Rahmenhandlung um Martin Gänsewein wird konsequent weiter geführt und stellt mich damit völlig zufrieden. Richtig, richtig witzig fand ich den Epilog! Aber dazu kann ich leider nicht mehr sagen. Aber das ist so unglaublich Meta und lustig und überhaupt.

Auch wenn ich verhältnismäßig viel zu meckern habe: Ich würde es immer wieder lesen. Und ich finde es schade, dass es nur die ersten beiden Bücher als Hörbücher gibt. Die Umsetzung war nämlich auch überaus großartig. Dennoch ein kleiner Abzug. 

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

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Ignorieren:

Sie sehen sehr gut aus im Regal. Ehrlich. 😉 

 

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