Autor: Nadine Erdmann2015-02-20 19.27.08
Titel:
 House of Nightmare

Reihe: FatefulFuture – 2.0
Genre: Cybergame-Thriller
Seitenzahl: 314 Seiten (laut Amazon, bei mir waren es 291 *g*)

Das Buch kann hier erworben werden. Wie auch bei „Mind Ripper“ geht mein Dank an die Autorin Nadine Erdmann, die mir eine unsagbare Freude mit diesem Rezensionsexemplar gemacht und die ganz nebenbei eine wirklich schöne – zu ihren Büchern passende – Homepage hat.

Cover: Nachdem ich beim Vorgänger vom Cover so gar nicht begeistert war, finde ich es diesmal absolut gelungen! Richtig gut wirkt es natürlich nur in Farbe. Es ist in meinen Augen angemessen gruselig, passt exakt zur Geschichte und hat wieder diese schönen Nullen und Einsen im Bildverlauf die eben auf die Cyberwelt und die Cybergames hinweisen. Auch gibt es diesmal keine störende rote Schrift, sondern es wurde einfach ein schlichtes weiß verwendet. Ich finde es also wirklich schön, auch wenn ich auf dem Tolino da natürlich nix von hatte. *g*

Der Klappentext:
Dunnington schenkte seinem Sohn ein beruhigendes Lächeln. »Ich habe einen unanfechtbaren Vertrag mit ihm ausgehandelt. Er wird kein Wort über dich verlieren. Zu niemandem. Sonst würde er viel zu viel aufs Spiel setzen.«

Um Neds Geheimnis zu wahren und seinem Sohn den Medienwirbel zu ersparen, plant Edward Dunnington die bahnbrechende Erfindung der Bioroboter mit Hilfe eines einflussreichen Geschäftspartners der Öffentlichkeit zu präsentieren. Aber kann man Angus McLean wirklich trauen? Warum wacht der alte Lord plötzlich nicht mehr auf? Sein Körper scheint unversehrt, sein Bewusstsein ist jedoch verschwunden …

In der Einsamkeit der schottischen Highlands müssen Jemma, Jamie, Zack, Ned und Will nicht nur der verschrobenen Adelsfamilie auf den Zahn fühlen. Um herauszufinden, was passiert ist, wagen sie sich auch ins ‚House of Nightmares‘ – und dort wartet das Böse … heimtückisch und grausam … Besonders, wenn man sich nicht an die Spielregeln hält

(Quelle: Fateful Futures 2.0)

Inhalt:
Kurz und knapp: Siehe Klappentext. Alles weitere wäre definitiv zu viel Informationen. 😉

Erster Eindruck:
Nachdem die Autorin – mit Blick auf meine Rezension zu Mind Ripper – ein wenig Bedenken geäußert hatte, dass ich möglicherweise enttäuscht sein könnte, war ich mir ziemlich schnell sicher, dass dies absolut nicht der Fall sein würde. Ich war „vorgewarnt“ was die Themen anging, die mich theoretisch hätten stören können und war in erster Linie einfach nur neugierig auf die Fortsetzung und direkt von der ersten Seite an wieder ganz bei den Charakteren und vom Schreibstil begeistert.

Zitat:

„Künstliche Intelligenz war ja wirklich fantastisch. Es nervte nur, ungemein wenn sie anfing, das letzte Wort haben zu müssen.“ (Ebook, S. 14)

„“Ja schon, aber wie!“, Kopfschüttelnd sah Ned ihn an. „Dir ist aufgefallen, dass der Typ zwei Köpfe größer ist als du, ja? Und ungefähr doppelt so breit? Und seine Aggressionsschwelle ist niedriger als die Themsemündung bei Ebbe.“ (Ebook, S.16)

Fazit:
Ich habe bei Lyrica davon gelesen, dass es einen zweiten Teil gibt und war direkt ganz aus dem Häuschen. Quasi sofort habe ich mich dazu durch gerungen und nach einem Rezensionsexemplar gefragt. Sonst nicht meine Art. Aber ich wollte unbedingt dieses Buch lesen. Am besten sofort. 😀 Umso grandioser, dass die wunderbare Autorin in absoluter Rekordzeit geantwortet hat. Nach anfänglichen Bedenken (ihrerseits), dass ich enttäuscht sein könnte, da meine Kritikpunkt von Band 1 in Band 2 mehr im Fokus stehen würden, bekam ich innerhalb kürzester Zeit ein Rezensionsexemplar. Ich kann gar nicht oft genug sagen wie großartig ich das finde und wie sehr mich das erfreut hat.

Unmittelbar nach Erhalt entstaubte ich meinen Tolino und bin mit eben diesem aus der Hand zur Bahn gelaufen. Lesend. „Du hättest dir ruhig noch mehr Zeit lassen können.“, sagte ich zu meiner besten Freundin als sie an der Haltestelle ankam. Ich hätte gerne weiter gelesen. *g* Im Endeffekt habe ich dieses Buch jetzt in 2 Tagen verschlungen und das obwohl ich diesen Monat bisher erst ein Buch beendet hatte. Man könnte es auch Flaute nennen. ^^

Es gilt das selbe wie bei der Rezension zu „Mind Ripper„:
Die Hauptcharaktere im Buch sind alle sehr sympathisch und das – ja ich betone das noch mal – obwohl es Jugendliche sind. Keiner der Charaktere stößt einem sauer auf. Mit allen fiebert man irgendwie mit. Ich bin immer noch schwer begeistert von dem homosexuellen Pärchen. Gibt es einfach viel zu selten. Hinzu kommt, dass man in diesem Band auch die Charaktere ordentlich hassen kann, die man hassen soll. Die Autorin kann also nicht nur nette Personen!

Den größeren Anteil der persönlicheren Befindlichkeiten – vor dem man mich gewarnt hat 😉 – finde ich in diesem Buch wesentlich passender verteilt als in „Mind Ripper“. Während ich mich dort häufig aus der Handlung gerissen gefühlt habe, möglicherweise weil es dort mit dem Cybergame angefangen hat und ich völlig euphorisch war, kommt das Cybergame hier erst später im Buch zum Einsatz. Die dann folgenden – ich nenne es mal – „Realitätsunterbrechungen“ sind diesmal eindeutig besser und passender gesetzt und haben bei mir den Lesefluss nicht ausgebremst. Im Gegenteil, sie haben lediglich eine weitere Perspektive auf die Geschehnisse geliefert.

Auch „House of Nightmares“ ist spannend und ich wollte es selten zur Seite legen. Mein WoW-Spielerinnen-Herz ist auch wieder ein klein wenig gehüpft, allerdings blieb die Sehnsucht aus. Ich zocke nämlich seit ein paar Monaten wieder. ^^ Aber die Cybergame-Kapitel haben mich wirklich mitgerissen und kurzzeitig habe auch ich vergessen, dass Sterben da gar nicht möglich ist.

Überraschenderweise hatte ich mit dem was mich bei „Mind Ripper“ am Ende gestört hatte in der Fortsetzung keine Probleme mehr. Woran das liegt kann ich nicht genau sagen. Es ist zwar immer noch außerhalb meiner Vorstellungskraft, aber irgendwie war es jetzt halt einfach so und hat mich nicht gestört. Ob mein Realitätssinn jetzt flexibler geworden ist, oder ob es einfach daran lag, dass es jetzt nicht ohne Vorbereitung auf mich einprasselte? Ich weiß es ehrlich gesagt nicht.

Wie auch „Mind Ripper“ ist dieses Buch in sich abgeschlossen. Es lässt sich ohne Weiteres unabhängig lesen. Die Rückblicke, die noch mal kurz erinnern was im vorherigen Buch so passiert ist, sind erfreulich kurz aber vollkommen ausreichend.

Kommen wir zu den Kritikpunkten.

Mir fällt nix ein. Ob es jetzt an der „Vorwarnung“ lag oder an meiner unfassbaren Neugier, mir fällt beim besten Willen nix ein was jetzt irgendwie einen Punktabzug rechtfertigt. Im gesamten Buch gab es vllt. ein dutzend Sätze die ich so wie sie waren etwas kitschig fand. Aber das ist vermutlich auch mein eigenes Problem. Spätestens die Location reißt das wieder raus. Schottland! Allein die Vorstellung gleicht doch alles wieder aus. Ich würde mich freuen wenn in der Fortsetzung auch die „anderen“ Freunde auftauchen und die fünf nicht alleine in ihrem Kreis bleiben.

Insgesamt verbleibe ich mit 5 Sternen und viel Begeisterung. Fateful Future 3.0? Wo bleibst du? 😀

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Kaufen: √
Leihen:
Ignorieren:

Macht das. Aber fangt wegen der Rahmenhandlung mit „Mind Ripper“ an. *g* Beide Bücher zusammen kosten 6,90€ und sind es meiner Meinung nach definitiv wert.

 

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