Autor: Andrea Sawatzki
Titel: Ein allzu braves Mädchen
Genre: Krimi
SprecherIn: Andrea Sawatzki
Umfang: 3 CDs, 187 Minuten, ungekürzt

Das Hörbuch ist bei Osterworld erschienen und kann hier erworben werden.

Inhalt:
Tagelang bellen die Hunde im Garten des Anwesens, bevor man Winfried Ott findet. Der 71-Jährige liegt nackt im Schlafzimmer seiner Villa, offenbar ermordet mit einer scharfkantigen Waffe. Zur gleichen Zeit entdeckt die Polizei in einem Waldstück eine verstörte junge Frau. Ihre roten Haare leuchten zwischen dem Grün der Bäume. Sie kann sich nicht erinnern, wie sie an diesen Ort gelangt ist. Was sie der Psychiaterin zu erzählen hat, lässt niemanden kalt. Aber entspricht das, was sie erlebt zu haben glaubt, auch der Wahrheit? (Quelle: Verlagsseite)

Stimme:
Ich liebe die Stimme von Andrea Sawatzki. Sie könnte mir vermutlich das Telefonbuch vorlesen und ich würde gebannt ihrer Stimme lauschen. Vielleicht kann ich sie mal fragen, ob sie meine Uniskripte lesen möchte? Bekannt ist sie mir natürlich in erster Linie als Schauspielerin, doch auch die von ihr gelesenen Bücher „Glennkill“, „Garou“, „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“ gehören zu meinen Favoriten. Sowohl als Buch als auch als Hörbuch. Allein mit ihrer Auswahl, welche Bücher sie liest, beweist sie einen 1a Geschmack.

Bemerkungen & Meinung:
Auch hier ist die Printausgabe bei Piper erschienen und mir beim Stöbern für das Abo begegnet. Doch die geringe Seitenzahl (176 Seiten) schreckten mich erst mal davon ab. Auch wenn das Abo ja quasi Geschenke sind, möchte ich dennoch auch etwas dafür bekommen. 😉 Relativ zeitgleich erschien eine Rezension bei Petzi und bestärkte mich in meiner Entscheidung. Da ich Sawatzki aber, wie oben erwähnt, in allen Formen und Farben sehr schätze kam ich da gedanklich nicht ganz von ab. Zu neugierig war ich auf ihr Debüt.

Das Buch ließ sich sehr gut hören, wurde aber tatsächlich hauptsächlich von ihrer Stimme getragen. Die Geschichte selbst war zwar durchaus interessant und auch spannend, wäre aber vermutlich nur halb so gut gewesen, wenn Andrea Sawatzki nicht so eindringlich im Ohr nachhallen würde. Wie Petzi schon sagt: Die groben Zusammenhänge sind schnell klar und an den Ermittlungen wird man nicht wirklich beteiligt. Viel mehr reist man immer wieder in die Vergangenheit und die (Alp)träume der Protagonistin, die auch lange Zeit ohne Identität bleibt. Das ist bewegend und erschütternd, wäre mir in Buchform aber wahrscheinlich wegen mangelnder Abwechslung schnell langweilig geworden.

Ich hätte jetzt nicht mehr Geschichte drum herum gebraucht, wegen mir hätte es auch nicht länger sein müssen. Vermutlich werde ich alle ihre weiteren Werke auch als Hörbuch konsumieren. Irgendwie gehört das für mich zusammen. Auch weil es zwar durchaus solide und gut war, aber mich jetzt nicht gänzlich vom Hocker gerissen hat.

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