Autor: Brinx / Kömmerling2014-08-09 13.34.44
Titel: So oder So
Reihe: /
Genre: Jugendroman
Seitenzahl: 2x 115 Seiten

Das Buch ist bei Gulliver erschienen und kann hier erworben werden. (Laut Amazon erst ab dem 25.8.) Ich habe mein Exemplar über BloggdeinBuch.de bekommen und möchte mich an dieser Stelle dafür bedanken. 

Cover: Das Cover ist mir natürlich zu grell. Aber das verwundert hier niemanden mehr, oder? 😉 Die Idee gefällt mir aber an sich sehr gut. Da es sich hier um einen Doppelroman handelt der auf beiden Seiten anfängt und jeweils in der Mitte aufhört sind die Cover auch unterschiedlich. Auf der einen Seite gibt es Toast mit Marmelade. Auf der anderen Seite Toast mit Salami. Ich habe für euch nur ein Foto der Salami-Seite. Für das fast identische Bild nur mit Marmelade statt Salami könnt ihr oben auf den Kauflink klicken. 😉 

Der Klappentext:
Jella schmiert sich ein Marmeladenbrot und verpasst den Zug, mit dem Lasse, Bella, McFitti und die anderen längst unterwegs zu Rock am Ring sind. Jella hat dafür ihre Nerv-Schwester Violetta am Bein. Kurzerhand trampen die beiden zum Festival. Kommen sie an? Und wird Jella den Auftritt ihrer Lieblingssängerin PerLe erleben? Und sich verlieben? Es wird ein wahnsinniges Wochenende. So oder So.

Jella isst ein Salamibrot und sitzt kurz darauf mit Lasse, Bella, McFitti und den anderen im Zug zu Rock am Ring. Ihre Nerv-Schwester Violetta bleibt zu Hause. Jella will Party machen. Und den Auftritt ihrer Lieblingssängerin PerLe erleben. Kommt es dazu? Und wird Jella sich verlieben? Es wird ein wahnsinniges Wochenende. So oder so. 

Inhalt:
Was wäre gewesen wenn? Wenn morgens alles anderes gelaufen wäre, was wäre dann passiert? So in etwa muss man sich das zentrale Thema vorstellen. Einmal schmiert sich Jella ein Marmeladenbrot, saut sich ein und muss aus Gründen zu Hause bleiben. Ein andermal entscheidet sie sich für Salami, kleckert nicht und erreicht rechtzeitig die Bahn. Wie viel ändert sich, wenn man eine andere Entscheidung trifft? 

Erster Eindruck:
Ich habe mit der Marmeladenseite angefangen und frage mich jetzt im nachhinein, ob das gut/schlecht oder richtig/falsch war. Mein erster Gedanke jedenfalls?: Diese…scheiß…. Jugendsprache. Sie ist so assig und hektisch, dass ich bereits nach zwei Seiten keine Lust mehr habe und mir denke „Hey… nur 115 Seiten… das schaffst du. Es ist groß geschrieben… das kriegst du hin.“ 

Danach habe ich die Salamiseite gelesen und war überrascht. Die Sprache ist eine andere. Ruhiger. Entspannter. Angenehmer. Es lässt sich wesentlich besser lesen. Es gibt mehr Hintergrundinformationen. Allgemein sehr viel besser. 

Zitat:

„Weil es nichts Besseres gab, als Dinge, die schon immer so waren, infrage zu stellen…“ (S. 62, Salami)

„Auffallen, dann sieht dich keiner.“  (S. 94, Salami)

„“Wieso liebst du jemanden, obwohl du genau weißt, dass ihr nie zusammenkommen werdet?“ – „Wieso atmest du, obwohl du weißt, dass du sterben wirst?““ (S. 6, Marmelade)

Fazit:
Marmeladenbrot: Nachdem ich schon nach 2 Seiten von der Sprache genervt war, hab ich mich mit „Sind nur 115 Seiten… und die Schrift ist groß!“ motivieren können. Dann war es im Endeffekt nicht sooo schlecht. Es ließ sich leicht und locker lesen. So ein wenig nebenher, ohne viel Konzentration. Obwohl es einiges gab was mich aufgeregt hat, hab ich gleichzeitig auch wissen wollen ob und wie sie es schaffen würden zum Festival zu kommen. Mich nebenher immer wieder erinnert, dass es ein Jugendbuch ist. Positiven Einfluss auf meine Meinung hat jetzt wohl auch gehabt, dass ich selbst in Festivalerinnerungen schwelgen konnte. Und das „Nebenthema“ (wenn wir Rock am Ring mal als Hauptthema betrachten), welches am Ende zum Hauptthema wird gefällt mir gut. Ich mag nur nicht zu viel verraten.

Salamibrot: Hier hat es mich dann doch sehr überrascht. Es ist so viel angenehmer zu lesen und man erfährt einige Dinge, die in der Marmeladen-Hektik unter gehen. Vielleicht war das Buch auch darauf angelegt erst die Salami zu lesen und mit dem Wissen dann die Marmelade… Ich weiß es nicht. Aber es ist besser zu lesen. Das „Nebenthema“ wird auch hier wieder aufgegriffen, obwohl alles andere in der Geschichte anders läuft. Leider gibt es einen leicht esoterisch angehauchten Part, der mir so überhaupt nicht gefällt und für mich hier auch keinen Sinn macht. Sorry, aber ne Ratte auf dem Gelände verlieren und sie SO wiederfinden? Ja ne…

Insgesamt: Ich frage mich wie meine Meinung aussehen würde, wenn ich die Bücher andersherum gelesen hätte. Vermutlich schlechter. Ich bin ziemlich unwissend durch die Marmeladenstory gestolpert. Die Salamiseite hat vieles dann näher beleuchtet. Andersrum wäre ich vermutlich noch genervter von der Schreibweise gewesen, als ich eh schon war. Gerade die Geschichte um „Jo“ wäre andersrum wirklich schlimm gewesen und deswegen bin ich ganz froh, dass ich sie so gelesen habe.
Ich finde den Klappentext ein wenig irreführend „und den anderen“ ist schlicht gelogen. Es geht um genau eine andere Person. Es sei denn man zählt die Ratte dazu. ^^

Positiv zu bewerten ist auf jeden Fall die Idee. Ich mag „Was wäre wenn?“ – Geschichten sehr gerne. Ich habe einen Hang zum Thema Schicksal und finde die Idee deswegen sehr gut. Die Umsetzung ist durchaus gelungen. Man erkennt deutlich wie häufig es um Sekunden ging. Welche Handlung den Unterschied gemacht hat. Auch das Nebenthema – welches ich hier einfach nicht spoilern möchte – finde ich wirklich gut und wichtig. Und richtig. Auch und gerade im Jugendalter! Die Protagonisten sind zwar alle Teenager, aber durchaus zu ertragen. 😉 Beide Romane lassen sich schnell lesen. Insgesamt habe ich keine 2 Tage gebraucht und ich lese ja wirklich nicht ständig.

Liegt vielleicht aber auch an der recht großen Schrift. 😉 Leider erfährt man über die einzelnen Charaktere nicht sonderlich viel. Es bleibt insgesamt oberflächlich. Im Marmeladenteil gibt es für mich einen total überflüssigen Einschub (Kirmes), im Salamiteil den wirren „Esoterik“part. Hier ist mir das Ende auch ein wenig zu offen. Ich bin durchaus dankbar, dass es insgesamt nur 230 Seiten waren. Mehr wären vermutlich nur mit Wiederholungen oder Füllstoff zu bewerkstelligen gewesen. Es ist definitiv kein Buch, welches ich noch mal lesen wollen würde. Auch hat es mich nicht wirklich umgehauen oder mitgerissen. Es war nett, aber ausbaufähig. 

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

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