Autor: Sebastian Fitzek2014-06-14 15.49.39
Titel: Der Augensammler
Genre: Psychothriller
Seitenzahl: 448 Seiten

Das Buch ist bei Droemer Knaur erschienen und hier kann  erworben werden.

Cover: Ich finde es nichtssagend und unspektakulär. Aber vielleicht verstehe ich es auch einfach nicht. 😉 Die Farben passen zusammen. Die Schriftart ist nicht allzu langweilig. Aber es ist wenig spektakulär. Da gefällt mir die alternative Fassung (im selben Verlag erhältlich) wesentlich besser.

Der Klappentext:
Er spielt das älteste Spiel der Welt: Verstecken. Er spielt es mit deinen Kindern. Er gibt dir 45 Stunden, sie zu finden. Doch deine Suche wird ewig dauern. Erst tötet er die Mutter, dann verschleppt er das Kind und gibt dem Vater 45 Stunden Zeit für die Suche. Das ist seine Methode. Nach Ablauf der Frist stirbt das Opfer in seinem Versteck. Doch damit ist das Grauen nicht vorbei: Den aufgefundenen Kinderleichen fehlt jeweils das linke Auge.
Bislang hat der „Augensammler“ keine brauchbare Spur hinterlassen. Da meldet sich eine mysteriöse Zeugin: Alina Gregoriev, eine blinde Physiotherapeutin, die behauptet, durch bloße Körperberührungen in die Vergangenheit ihrer Patienten sehen zu können. Und gestern habe sie womöglich den Augensammler behandelt …

Inhalt:
Alexander Zorbach ist ehemaliger Polizist, der nun als Journalist arbeitet und durch seine Arbeit mitten in den Fall „Augensammler“ hineingezogen wird. Durch verschiedene Umstände gerät er selbst in Verdacht. Als er versucht sich an seinem „Ruhepol“ zum einen zu verstecken und zum anderen zu sortieren wird er bereits erwartet. Von Alina.

Erster Eindruck nach 2 Kapiteln:
Bisher ist nicht allzu viel passiert. Was wohl schlicht daran liegt, dass die Kapitel nicht sonderlich lang sind. 😉 Allerdings bin ich schon wieder genervt. Dieses leidige Thema von Trennungen/Scheidungen und involvierten Kindern im Krimi/Thriller-Sektor kotzt mich einfach maßlos an… *seufz*

Zitat:

 „“Keine Ahnung“, sagte sie. „Haben Sie denn ein Zeitempfinden, wenn Sie träumen?“
Nein. Aber in meinen Träumen verschleppe ich auch keine kleinen Kinder.“ (S. 124)

„Der Tote, der bis vor kurzem mit gebrochenem Genick und einer Blutlache unter der Brust auf dem Filz gelegen hatte, saß jetzt aufrecht auf der Kante des Billardtisches und sabberte. Und er tat auch sonst einige Dinge, die Ermordete normalerweise unterlassen.“ (S. 197)

Fazit:
Ich möchte mich selbst zitieren. „Ich verbleibe unbegeistert.“ Das war mein Kommentar in der Leserunde, als ich mit dem Buch endlich durch war. Bis ich zum nächsten Fitzek greife wird sicher eine Weile vergehen. Es nie wieder tun, werde ich vermutlich aber auch nicht. Es war ja nun auch nicht alles schlecht.

Während mir das im Ebook verborgen blieb, hatten die Printleser wohl das Vergnügen von rückwärts gezählten Seiten. Und das finde ich im Zusammenhang mit der Geschichte ein gar nicht so verkehrtes Stilmittel. Auch schön ist, dass sich die Geschichte zwar schon sehr zentriert um Alexander dreht, man aber auch immer mal Einblicke in andere Perspektiven bekommt. Witzig finde ich auch die Querverweise zu seinen anderen Werken. Gekonnt immer mal alte Charaktere eingeflochten. Doch dann hört es auch schon fast wieder auf.

Es dauert sehr lange bis es spannend wird. Wäre es keine Leserunde gewesen, wäre meine Motivation weiterzulesen nicht die größte gewesen. Für mich absolut nervig? Wie oben erwähnt: Diese Trennungsgeschichten. In jedem Krimi/Thriller ist der (Ex)-Polizist oder die Polizistin getrennt. Es gibt immer ein Kind. Es gibt immer Stress. Es wird immer über Scheidung geredet, wenn sie nicht schon durch ist. Das nervt mich wirklich sehr… Sollte jemand eine Krimi/Thriller-Empfehlung für mich haben die absolut Kinder-/Trennungs-/Scheidungsfrei ist, so möge er laut schreien und mich informieren. Das vermiest mir im Moment echt jedes Buch aus den beiden Genres.

Ebenfalls unbegeistert bin ich von Alina. Sie selbst mag sympathisch sein. Ihre „Gabe“ passt mir aber weder ins Genre noch ins Buch. *seufz* Natürlich kann Fitzek schreiben. Spannung. (Wenn auch spät…) Cliffhanger. Der ein oder andere gut platzierte Witz. Auflösung wie immer erst kurz vorm Ende. Doch – wie in der Leserunde auch gesagt – es ist wie immer ein Hauch zu viel und vor allem immer dasselbe Schema. Ein wenig zu viel Absurdität. Diese „zwar theoretisch möglich, aber wahrscheinlich ja doch nicht“-Sachen.. (Ich sag nur Co-Halluzinationen…) Und nein, die Auflösung hat mich dieses Mal auch nicht völlig überrascht. 

Vermutlich habe ich jetzt einfach zu viele Bücher von ihm gelesen. Aber mich reißt es einfach nicht wirklich mit. 

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Kaufen:
Leihen: 
Ignorieren:

Es gibt schlimmere Bücher. Und wenn man von Esoterik und Trennungen nur halb so genervt ist wie ich, dann ist es vllt. sogar ganz gut. 😉

 

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