Autor: Anna Koschka2014-06-02 23.28.30
Titel: Mohnschnecke
Reihe: Dotti – 2
Genre: Roman
Seitenzahl: 384 Seiten

Das Buch ist bei Knaur erschienen und kann hier erworben werden.

Cover: Es gefällt mir besser als das erste. Wobei es natürlich auch hier nur um die farblose Version geht. Obwohl mir die Farben hier schon wesentlich mehr zusagen, ist es immer noch allgemein viel zu bunt.  Die Details sind diesesmal aber stimmiger und passender und machen für mich auch mehr Sinn als beim letzten Mal. Sie passen in meinen Augen viel besser zur Story, als bei Naschmarkt.

Der Klappentext:
Dotti ist Single. Seit 19 Tagen, 4 Stunden, 32 Minuten und 57 Sekunden. Seit Florian sie »entfreundet« hat, ohne Vorwarnung, mitten in der Nacht. Eigentlich sollte das Dotti gar nichts ausmachen, schließlich ist die Kulturredakteurin doch Gründerin und Ikone der Mauerblümchenbewegung. Doch Dotti ist am Boden zerstört, bis der Fund eines geheimnisvollen handgeschriebenen Rezeptbuchs sie erfolgreich ablenkt. Wem mag es gehören? Und wer hat es geschrieben? Dotti begibt sich auf die Suche, angeleitet nicht zuletzt durch mysteriöse Hinweise von mohnschnecke55 …

Erster Eindruck nach 2 Kapiteln:
Woah… der Anfang ist ja wirklich, wirklich krass. Das ist mal richtig böse, aber eben auch gut, dass sich der Einstieg nicht so ewig hinzieht. Der Dialog hat mir ja fast schon Übelkeit bereitet so fies fand ich den!
Allerdings finde ich ihr „Problem“ ein wenig merkwürdig. Es wirkt konstruiert und überzeugt mich nicht wirklich. Dafür gefällt mir das Datingkonzept von Miki sehr gut. Wäre ich nicht so trottelig würde ich mich da ja vielleicht auch mal drauf einlassen. 😉 Wo dieses Büchlein jetzt herkommt interessiert mich natürlich auch, obwohl ich da direkt meine eigenen Theorien hatte wie das wohl so ablaufen könnte… Ich bin jedenfalls zuversichtlich, dass es angenehme und leichte Lektüre ist. 

Inhalt:
Florian trennt sich von Dotti und wirft ihr Leben damit erneut komplett durcheinander. Während ihre Freundinnen sie einer Mauerblümchentherapie unterziehen, taucht plötzlich ein altes Rezeptbuch auf. Dotti folgt den Rezepten und versucht mit allen Mitteln den Verfasser zu finden. Nur unterbrochen von kleinen One-Night-Stands, Live-Interviews im Fernsehen und Lesungen in kleinen Käffern am Arsch der Welt. 😉
 

Zitat:

„“Libride“, keuche ich. „Was sagst du?“, fragt Miki besorgt. „Ich bin libride. Das ist frigide, aber mit Büchern.““ (S. 128)

Fazit:
Wie auch beim Vorgänger, hat es jetzt wieder etwas mit der Rezension gedauert. Dabei bin ich diesmal einigermaßen sicher was meine Bewertung angeht. Auch hier ist es am Anfang sehr interessant, hat ein paar Längen in der Mitte und wird am Ende wieder spannend. Es hat sich sehr unglaublich fix und flüssig lesen lassen, die Kapitelende waren nicht direkt Cliffhanger, aber spannend genug um weiter lesen zu wollen. Am Ende angekommen war ich überrascht, dass es schon vorbei ist.

Mir gefallen die Rückblenden, die sich immer um Gespräche von Dotti und Florian drehen und die ihn von Mal zu Mal sympathischer machen. Auch die Rezepte finde ich wirklich spannend und habe bereits überlegt sie nach zu backen.

Auch diesmal gibt es Elemente die mich sehr nerven und stören. Diese Lesesperre erscheint mir selbst mit dem Wissen über das gesamte Buch nicht wirklich schlüssig, sondern ein wenig übertrieben. Auch die vielen daraus resultierenden Lügen sind einfach unfassbar anstrengend und überflüssig. Dennoch muss ich anmerken, dass es diesmal nicht ganz so absurd ist wie bei „Naschmarkt“. Und es insgesamt einen besseren Eindruck hinterlässt. Auch wegen der Rezepte und weil ich den „Herzensbund“ gerne selbst mal besucht hätte: 

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Kaufen:
Leihen: 
Ignorieren:

Selbst wenn „Naschmarkt“ jetzt nicht gänzlich überzeugt hat. Wirklich rund wird das alles, wenn man sich den zweiten Teil auch noch zu Gemüte führt. Vorteil ist halt, dass es sich wirklich leicht lesen lässt. Selbst wenn es nicht überragend ist.

 

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