Autor: Levke Winter2014-06-27 20.12.45
Titel: Butter bei die Fische
Reihe: Elias #1
Genre: Krimi
Seitenzahl: 318 Seiten

Das Buch ist bei Piper erschienen und kann hier erworben werden.

Cover: Nicht so wirklich spektakulär. Halt irgendwie passend zum Titel und ich finde es auch ganz gut, dass „Ostfriesen-Krimi“ drauf steht. Aber es haut mich jetzt nicht um, schreckt mich aber auch nicht wirklich ab. ^^

Der Klappentext:

Eerstmaal en Koppke Tee!

Kommissar Elias Kröger wurde von der Großstadt in die ostfriesische Einöde versetzt. Alle sprechen Platt, trinken Tee, und Elias fühlt sich so fehl am Platz wie es nur geht. Doch als eine offenbar geistig verwirrte Frau meldet, ihre Tochter sei von einem buckligen Männlein entführt worden, kommt Leben in das beschauliche Polizeirevier. Denn es stellt sich heraus, dass Steffi tatsächlich verschwunden ist…

Erster Eindruck nach 2 Kapiteln:
Es dauert bis das Buch in Fahrt kommt. Das es einen Fall gibt, wird exakt auf Seite 50 deutlich. Bis dahin habe ich weitestgehend Mitleid mit Elias, der mir wirklich sehr sympathisch ist und ein spannender Charakter werden könnte. Selbst habe ich von den Ostfriesen eigentlich einen gänzlich anderen Eindruck als den bisher vermittelten. Das irritiert mich ein wenig. o.O Beim Lesen versuche ich mir die beschriebene Gegend vorzustellen, weil ich sehr häufig dort war und mich ein wenig auskenne… das ist durchaus interessant.

Inhalt:
Nachdem Elias strafversetzt wurde ist er nun in Leer gelandet. Einer kleinen Stadt in Ostfriesland in der für gewöhnlich nicht allzu viel passiert. So nimmt auch niemand die etwas geistig beeinträchtigte Frau ernst, als sie ihre Tochter als vermisst meldet. Abgesehen von Elias glaubt ihr niemand, aber der wird vorerst nicht erhört. Als sich dann doch herausstellt, dass es einen Fall gibt, machen sie sich auf die Suche, während Elias parallel versucht irgendwie einen Schlafplatz zu finden…

Zitat:

„Dabei litt sie an einem Mangel an Intelligenz und einem Übermaß an Zeit, was vermutlich miteinander im Zusammenhang stand und was man ihr, wie er fand, nicht vorwerfen durfte, weil der Herrgott sie halt so geliefert hatte.“ (S.22)

„Ich bin in dieser Gegend geboren und finde es schön, dass hier nix passiert. Diese absolute Ruhe. In Düsseldorf sind sogar die Pflastersteine hektisch.“ (S. 58)

Fazit:
Nachdem ich festgestellt habe, dass ich mit den Krimis von der Ostsee nicht warm werde… wollte ich unbedingt etwas von der Nordsee lesen. Fand aber nichts was von der Gegend und vom Inhalt interessant klang. Der nächste Gedanke war dann Ostfriesland. Und als ich dann dieses Buch hier bei Piper gefunden habe, habe ich mich echt gefreut. Es spielt in Leer! ❤ Zu Leer habe ich einen persönlichen Bezug und deswegen war ich um so begeisterter… und dann auch noch dieser lustige Titel! Aber am Ende blieb weitestgehend Enttäuschung…

Elias selbst ist ein wirklich toller Charakter. Nicht zuletzt, weil er Twingo fährt ist er mir sehr sympathisch. 😉 Auch seine Smalltalk-Allergie ist großartig und sein Zetteltick gefällt mir wirklich sehr. Da es der Auftakt einer Serie sein soll (ich meine das mal so gelesen zu haben, finde es gerade aber nicht wieder) hätte er wirklich Potenzial gehabt zu einem sympathischen, etwas verschrobenen Helden.

Auch der Schreibstil selbst gefiel mir ganz gut. Es gab relativ viele Sprüche über die ich mich wirklich amüsiert habe und es war jetzt nicht wirklich anstrengend zu lesen.

Doch leider ist das Buch zum einen gähnend langweilig und es kommt zu keinem Moment wirklich Spannung auf. Zum anderen ist es am Ende einfach alles zu viel. Hier wird so ziemlich alles an Themen untergebracht was man irgendwie unterbringen kann. Behinderte, Pädophile, Umweltskandal, Heiratsschwindler, Familiendrama und vieles mehr. Alles was das Herz begehrt. Und dabei geht es nur um eine einzige Tat! Zwar konnte ich den Täter nicht sofort erraten, was jetzt ja schon mal ganz gut ist, doch zu welchem Preis? Ich war nach dem Lesen so wütend und genervt, dass ich mich wirklich bei jedem aufgeregt habe den ich damit behelligen konnte. Klischees regen mich einfach auf. Vor allem wenn sie so gefüttert werden. Insgesamt wurde hier eindeutig zu viel gewollt. Man hätte sich auf ein bis zwei Themen beschränken sollen und die vor allem mit weniger Klischees behandeln müssen.

Schade um Elias und einen Extrastern nur für ihn.

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

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