Autor: Eva Almstädt2014-05-03 22.42.03
Titel: Ostseesühne
Reihe: Pia Korritki – Band 9
Genre: Krimi
Seitenzahl: 366 Seiten
Lesegeschwindigkeit: Zügig.

Das Buch ist bei Bastei Lübbe erschienen und kann hier erworben werden. Mein Dank geht an den Verlag und an Wasliestdu.de für die Leserunde und die Möglichkeit ein Exemplar zu gewinnen.

Cover:
Das Cover passt ganz gut zum Anfang des Buches. Ich finde auch die Farbgebung angenehm, stimmig und passend. Im Regal macht es sich sicherlich gut. Was mich leider ein wenig nervt ist der Fokus beim Bild. Gestochen scharfes Gras, aber ein verschwommenes Haus. Gefällt mir so einfach gar nicht. Das Haus sollte meiner Meinung nach im Fokus stehen. Insgesamt gefällt es mir aber ganz gut.

Der Klappentext:
Im Feuerlöschteich auf einem Bauernhof entdeckt ein Postbote eine halb verweste männliche Leiche. Von den Bewohnern des Hofes, einem Ehepaar und ihrem 16-jährigen Sohn, fehlt jede Spur. Pia Korittki übernimmt die Ermittlungen – und findet heraus, dass vor Jahren ein merkwürdiges Gerücht im Dorf kursierte, dem jedoch nie jemand nachgegangen ist: Auf dem Hof soll damals ein Mädchen gefangen gehalten worden sein… 

Erster Eindruck nach 50 Seiten:
Ich hab ja ein Herz für Prologe, von daher bin ich hier auch sehr angetan. Tatsächlich sind die Ermittlungen zu dem Zeitpunkt schon voll im Gange und das spricht für ein temporeiches Buch. Einen Teil der Charaktere möchte ich schon jetzt gerne erschlagen. Pia Korittki finde ich selbst ganz sympathisch. Ich bin ein wenig überrascht als mir dann doch auch mal auffällt, dass es sich wohl um eine Serie handelt und das hier schon Band 9 ist.

Inhalt:
Eine Leiche wird in einem alten Feuerlöschteich gefunden, die Besitzer des Hofes sind spurlos verschwunden. Pia Korittki und ihr Team werden zur Aufklärung gerufen. Während der Fall immer komplizierter wird, gibt es Spannungen an allen Fronten. Das Privatleben von Pia läuft nicht gerade in einfachen, geregelten Bahnen und im Team gibt es Probleme bei der Machtverteilung. 

Zitat:

„Bei dem Gestank brauchst du keinen Rettungswagen mehr zu rufen, Bernie.“, hatte sein älterer Kollege gesagt. „Fäulnis und Verwesung sind sichere Todeszeichen.“ (S. 25)

Fazit:
Es scheint ein Fluch auf mir zu liegen. Ich greife im Moment mit Vorliebe zu spannenden, guten Büchern die am Ende noch mal alles geben um sich massiven Punktabzug einzuhandeln. ^^
Während ich mitten im Buch stellenweise dachte „Yeah, eine neue Serie gefunden… direkt mal googeln wie die anderen Bücher so heißen.“ (und dem auch nachgegangen bin), würde ich jetzt am Ende kein weiteres Buch mehr lesen wollen. Von Beginn an war ich ein wenig vom Privatleben der Kommissarin genervt. Das mag möglicherweise daran liegen, dass Kinder jetzt einfach nicht so mein Fall sind, oder daran, dass ich bei „Blinde Vögel“ erst kürzlich ein Hörbuch mit ähnlicher Thematik hatte. Oder aber einfach daran, dass ich einen Krimi lesen wollte kein Familiendrama. Im Ernst. Mich nervt das wirklich und weil es so viel Raum einnimmt war es auch ziemlich schnell klar, dass es kein 5 Punkte Buch wird.
Doch den Vogel abgeschossen hat dann der Showdown. Es läuft fast exakt so ab, wie es wohl laut Anfang des Buches auch in einem vorherigen Buch der Reihe abgelaufen ist. Nicht nur, dass ich das unrealistisch und unpassend finde. Nein, ich finde es auch einfach unfassbar unkreativ, wenn es jetzt schon wieder so läuft. Und wer sagt mir, dass es nicht in jedem Band so abläuft… Und als könnte es nicht schlimmer werden hat die letzte Seite dann noch mal eins drauf gesetzt in meiner persönlichen Abneigungsskala. Ich habe mich wirklich über Stunden lauthals darüber aufgeregt. Mein Besuch hat arg gelitten.
Um vielleicht zu erklären wieso ich bei all der Aufregung noch ein paar Sterne vergebe auch etwas Positives 😉
Pia ist mir an sich sehr sympathisch und es stört mich auch nicht, dass sie ein Kind hat, sondern dass darum immer so ein Drama gemacht wird und jede Kommissarin die mir bisher begegnet ist damit hantieren muss. Es gefällt mir auch, dass es erst ein paar falsche Spuren gibt bevor es erst kurz vor Ende deutlich wird wer der Täter ist. Insgesamt ist das Buch durchaus spannend geschrieben und es wurde auch anschaulich beschrieben wie ätzend so ein Dorfleben sein kann. ^^ Sprachlich hat mir jetzt nichts auf den Magen geschlagen, mich aber auch nix vom Hocker gerissen. Das oben genannte ist auch das einzige Zitat, welches ich gefunden habe. Aber der Prolog gefällt mir. Und jetzt? Jetzt fallen mir schon wieder ein paar offene Fäden und ungeklärte Erwähnungen ein, die aber in nem Spoiler enden würden und deswegen belasse ich es hierbei (und korrigiere mich noch mal um einen Stern runter… )

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46 

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