Autor: Anne Hertz2014-03-12 22.42.47
Titel: Die Sache mit meiner Schwester
Reihe: /
Genre: Roman
Seitenzahl: 329 Seiten
Lesegeschwindigkeit: 5 Tage

Das Buch ist bei Pendo erschienen und kann hier erworben werden. Ich bedanke mich an dieser Stelle bei LovelyBooks die das Buch im Rahmen ihrer Lesechallenge – März zur Verfügung gestellt haben. Und natürlich bei meiner Glücksfee. Mal wieder. *g*

Cover: Mir gefällt die Farbgebung. Sie ist schlicht und unaufdringlich. Trotz pink. 😉 Der Titel, die Frauen und die Details sind hervorgehoben und fassen sich sehr gut an. Menschen auf Covern find ich aber meistens nicht so prall. Auch nicht gezeichnet. Aber es passt hier sehr gut zum Thema. Da sieht man dann mal drüber weg. Im Regal wird es sich sicher gut machen. Beim Lesen pack ich Schutzumschläge allerdings immer weg. (Macht das noch wer? ^^) Unterm Schutzumschlag ist es aber auch hübsch. Ganz tolles blau. 🙂

Der Klappentext:
Rein äußerlich verstehen sich die Schwestern Heike und Nele blendend. Seit Jahren schreiben sie zusammen unter dem Pseudonym „Sanne Gold“ Frauenromane und sind darüber hinaus auch noch beste Freundinnen. Doch der Schein trügt: In Wahrheit können sich die Schwestern nicht ausstehen und meiden den Kontakt. Bis eine Katastrophe sie aus dem Alltag wirft und nichts mehr ist, wie es vorher war…

Erster Eindruck nach 50 Seiten:
Der Stil ist Anne Hertz typisch unkompliziert. Es ist angenehm zu lesen. Die Tagebucheinträge der beiden von früher, die vor dem 1. Kapitel angesiedelt sind, sind natürlich in Teenie-Sprache geschrieben. Was mich persönlich einfach generell nervt. *hust* Also Teenager. Nicht Tagebucheinträge.
Habe ich mich am Anfang noch gefragt wie wichtig die Rolle von Niklas wohl wird, finde ich an dieser Stelle, dass er ein absoluter Vollidiot ist und hoffe er wird nie wieder erwähnt. ^^ Als sich abzeichnet wie die Katastrophe so aussehen wird bin ich durchaus etwas erschrocken. Das hatte ich jetzt in der Intensität nicht erwartet. Auch hätte ich nicht erwartet, dass es so schnell passiert. 

Inhalt:
Die beiden Schwestern schreiben zusammen als „Sanne Gold“ Frauenromane und verstehen sich angeblich blendend. Tatsächlich reden sie aber nur noch das nötigste miteinander. Vorzugsweise wenn eine Kamera dabei ist. Doch in einer Talkshow wird dann das volle Ausmaß deutlich und es kommt anschließend zum folgenschweren Streit.  

Zitat:

„Tja, die Welt ist eine Kaffeetasse!“, sagt Matthias und gibt ein glucksendes Lachen von sich. (S. 80)

„Es hört sich zumindest extrem seltsam an, fast schon pathologisch. Ich meine, zweimal pro Woche Fenster putzen? Wer macht denn sowas?“ „Keine Ahnung.“ Ich kichere. „Bei mir zu Hause habe ich noch NIE die Fenster geputzt. Und ich wohne da schon seit sechs Jahren.“ „Das allerdings ist auch pathologisch“, kommt es lachend zurück. (S. 151)

Fazit:
Es ist – sofern ich mich an die anderen Bücher richtig erinnere – ein typischer Anne Hertz Roman. Zumindest vom Stil her. Nicht übermäßig anspruchsvoll, angenehme Unterhaltung, man hat von Beginn an seine (gewollten) Lieblinge und trotzdem ist es irgendwie anders, weil man eben nicht den Fokus in der Lovestory erwartet… wie es ja sonst immer so der Fall ist. An manchen Stellen finde ich es etwas langatmig. So hab ich nach den ersten 5 Kapiteln etwas gebraucht um wieder rein zu kommen. Die letzte Hälfte des Buches ging es dann aber wirklich fix. Woran das lag kann ich nicht sagen.

Die Protagonistin „Nele“ ist mir zu jeder Zeit sympathisch. Sie wirkt allerdings wesentlich jünger als sie ist und das könnte dem ein oder anderen wohl negativ aufstoßen. Ich mag sie jedenfalls und nehme ihr auch alles was sie tut ab. Für mich ist sie sehr stimmig. Bei den anderen Charakteren gibt es natürlich das gewollte Hassobjekt und bei einem Charakter hätte ich mir vielleicht gewünscht, dass man ihn entweder schlechter darstellt oder ins bessere Licht rückt. Dieses Mittelding zwischen „Nicht ganz sympathisch, aber doch nett“ ist für mich nicht ganz sauber und überzeugend.

Abschließend bleibt mir nur zu sagen: Ich hab mich gut unterhalten gefühlt. Und das ist – meiner Meinung nach – alles was ein Buch aus diesem Genre können muss. Mich unterhalten. Nicht überraschen. Keine spontane, großartige aus dem Hut gezauberte Wendung. Es muss mich unterhalten. Und das von Anfang an sehr klare Ende muss einfach einen schönen Weg bekommen. Das hat hier funktioniert. Nochmal lesen würde ich es jetzt nicht unbedingt. Deswegen komm ich zur folgenden Bewertung.

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

Kaufen:
Leihen:  √
Ignorieren:

Ausgehend von meiner Kauf-Grundlage würde ich zum Leihen tendieren. Wenn es einem zusagt, oder man ein sammelnder Anne Hertz Fan ist, dann kann man es ja immer noch kaufen. 🙂

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