Autor: Adriana Popescu2014-03-09 12.28.25
Titel: Lieblingsmomente
Reihe: Lieblings-? – 1
Genre: Roman
Seitenzahl: 384 Seiten
Lesegeschwindigkeit: 1 Tag ^^

Das Buch ist bei Piper erschienen und kann hier erworben werden.

Cover: Gut, es ist rosa. Aber es passt so wunderbar. Die Schrift, die Wäscheleine mit den Fotos die so „Layla“ sind. Mit den Sternschnuppen-Wunderkerzen, dem Konzertfoto. Dem VW Bus. Der Vespa. Das Cover passt so wie die Faust aufs Auge zu dem Buch. Auch gerade nach dem Lesen reicht ein Blick um mit jedem Polaroid wieder mitten in der Geschichte zu sein. So! Schön!

Der Klappentext:
Layla und Tristan verstehen sich auf Anhieb – als Freunde. Immerhin sind beide in festen Händen. Tristan bringt ihr abends Essen ins Büro, entführt sie auf seiner alten Vespa an die schönsten Stellen Stuttgarts und imitiert mit geworfenen Wunderkerzen Sternschnuppen, weil er weiß, dass Layla noch nie eine gesehen hat und zu viele ihrer Träume unerfüllt sind. Gemeinsam erleben sie Lieblingsmoment um Lieblingsmoment. Gibt es die große Liebe und perfekte Lieblingsmomente wirklich? Und welchen Preis zahlt man, um sie zu erleben?

Erster Eindruck nach 50 Seiten:
Das Buch habe ich ausgewählt weil ich von der Leseprobe so begeistert war. Irgendwie direkt gefesselt und wie man in so manchen Castingshows sagen würde: Es hat mich „abgeholt“. *g* Eben diese Leseprobe umfasst einen Teil vom ersten Kapitel und ist dementsprechend gut. Interessant ist der vorangestellte (und nicht in der Leseprobe erwähnte) Prolog. Der darauf schließen lässt, dass es eine Achterbahnfahrt wird und es kein Happy End gibt. Das ist zum Einen sehr traurig und hinterlässt mich mit gemischten Gefühlen. Anderseits heißt es aber auch, dass es eben nicht beim „sich gefunden haben“ aufhört. Und das gefällt mir wieder sehr gut. Sowohl Layla als auch Tristan sind mir sehr sympathisch und die Tatsache, dass sie Fotografin in Stuttgart ist amüsiert mich aus persönlichen Gründen sehr. *g*

Inhalt:
Während der Arbeit als Event-Fotografin trifft Layla auf Tristan und ist direkt fasziniert von ihm. Doch weil beide in festen Beziehungen (fest)stecken ist es zunächst halt nur eine Freundschaft. Und soll es auch bleiben. Doch egal wie sehr sie sich voneinander entfernen, sie finden immer wieder zueinander. Während Layla ihren Träumen nachhängt und eigentlich viel mehr etwas anderes aus ihrem Leben machen möchte und sich nicht traut, hat Tristan seinen ganz eigenen Kampf zu führen.
Und vielleicht finden sie sich ja. Einander. Oder auch erst mal selbst. Zwischen all den Fotos und Konzerten. Mitten in Stuttgart. Untermalt von einem ganz eigenen Soundtrack.

Zitat:

„Ich habe dir einmal ganz zu Beginn gesagt: Wenn du nicht mehr kannst oder möchtest, werde ich gehen und dich in Ruhe lassen. Ich werde alles mitnehmen, was du möchtest, und dir lassen was du brauchst.“ (S. 7)

„Ich verschlucke mich fast an meinem Essen bei dieser Version der Ereignisse. Das wäre so, als wenn jemand behauptet, die Zwillingstürme des World Trade Center in New York hätten sich in die Flugbahn geworfen.“ (S. 31)

„Wenn etwas zu Ende geht, dann oft nicht so, wie wir es uns vorstellen. Es gibt keinen großen Knall, kein Feuerwerk, kein lautes Boom. Es geht einfach zu Ende.“ (S. 313)

Fazit:
Layla ist mir durch und durch sympathisch. Wie sie in diese Situation gerät. Wie sie über ihre Träume denkt. Wie sie ständig mit Kaffee in der Nacht arbeitet.  Wie sie Tristan für eine Veränderung braucht. In all dem ist sie mir sehr nahe. Während sie in anderen Bereichen so sehr so ist wie ich gerne wäre… 🙂

So wie Tristan dargestellt wird, würde er mir wohl auch selbst ganz gut gefallen. Aber auch er ist mir mal wieder zu dramaturgisch-schweigsam. Es hätte so viel einfacher sein können, wenn er doch mal früher einen Mucks gemacht hätte. Ausgesprochen hätte was ich sicher schon 100 Seiten vorher wusste. ^^

Auch hier werden Auszüge von Facebook eingearbeitet. Und ich mag diese Einschübe, denn so sind wir nun mal. Meine Generation und die darauf folgende sowieso. Wir schwirren auf Facebook herum, wir stalken Profile, wir schauen uns die Freunde unserer Freunde an. Und wer nicht twittert *hust* der postet eben bei Facebook. 😉

Das Buch ist sicher nicht perfekt.
Zum Beispiel hätte ich mehr Lieblingsmomente erwartet bevor die Geschichte so an Fahrt zunimmt. Tatsächlich ist das Buch jedoch ein einziger Rausch und alles andere als langsam. Und obwohl relativ schnell klar ist worauf es abzielen soll und es stellenweise schon sehr kitschig wird ist es eben kein typischer schnulziger Liebesroman.
Auch finde ich nicht alle Charaktere wirklich tief genug. Die beste Freundin bleibt das ganze Buch so nichtssagend und erscheint mir manchmal fast schon überflüssig. Die Begegnung mit Tristans besten Freund ist in meinen Augen sehr überzeichnet und fast schon unnötig. Der „Showdown“ in der Kneipe auch ein wenig überspitzt.

Aber hey, das Buch hat einen eigenen Soundtrack! Wie soll man sich da über Kleinigkeiten aufregen? Letzteres wird mir erst hinterher bewusst, beim nachgoogeln. Thomas Pegram gibt es wirklich. Teilnehmer bei DSDS 2012. Von der Autorin angefragt einen Soundtrack für das Buch zu schreiben. Nicht ganz meine Musikrichtung, aber ich werde es noch mal lesen „müssen“. Mit den Liedern im Kopf. Die Texte sind nämlich großartig.

Abschließende Sätze? Ich vermisse die beiden. Das Buch hat mich so mitgenommen, so eingezogen, dass ich die beiden vermisse. Und mich auf die Fortsetzung freue. Die erscheint nämlich am 14.04.2014. Und wird damit mein April-Buch aus dem Piper-Abo 😀

Bewertung:  2013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.462013-12-09 19.31.46

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