Wenn ich mich durch eure Blogs lese, gibt es in fast jedem Blog monatliche Artikel mit dem Thema „Neuanschaffungen“ und ich bin immer wieder beeindruckt wie viele Bücher da in so einem Monat zusammen kommen. 🙂 Abgesehen davon, dass ich mich frage wann man das überhaupt alles lesen soll, rechne ich mir im Kopf auch immer aus was da so an Kosten zusammenkommt. (Und was man davon sonst so tun könnte.)
Unter meinen Rezensionen gebe ich Empfehlungen, ob man die Bücher kaufen, leihen oder vergessen soll. Bei der Entscheidung fiel mir dann erneut auf, dass meine Grundlage nicht so ganz mit der von euch übereinstimmt und es unter dem Aspekt vielleicht mal ein wenig Aufklärung bedarf.

Ich kaufe mir keine neuen Bücher.

Zumindest nicht, wenn sie nicht als Mängelexemplar auf dem Wühltisch liegen. Nie. Ernsthaft. Ich kann es mir schlicht nicht leisten. Oder gehe lieber auf ein Konzert als mir für den Gegenwert 1-2 Bücher zu kaufen. Außerdem würde ich mir kein Buch – teuer – kaufen wollen von dem ich nicht mal weiß ob es mir gefallen würde.
Aber ich brauche Bücher auch nicht in nagelneu. Die einzigen Bücher, die ich in den letzten Jahren wirklich neu gewollt habe, waren die Bücher aus der Skulduggery – Reihe. Und selbst die habe ich mir bis auf eine Ausnahme nicht selbst gekauft, sondern schenken lassen. 17€ für ein Buch? Niemals. (Okay, okay… ich habe mir in London Bücher gekauft, aber ich denke das zählt nur bedingt und war mehr so ein Urlaubsmitbringsel. Und die waren auch wesentlich günstiger! ;))

Die meisten Bücher in meinem Regal sind Geschenke.

Wenn Freunde Bücher ausmisten fragen sie meistens zuerst mich. Und meistens nehme ich sie dann auch. Mehr oder weniger ungesehen. Was zu einer gigantischen Sammlung führt. 😉 Und häufig sind da auch Bücher bei, auf die ich alleine gar nicht gekommen wäre. Die ersten 5 Bücher der Betsy-Taylor-Reihe habe ich zum Beispiel geschenkt bekommen. 

Die meisten anderen Bücher in meinem Regal sind aus der Diakonie.

Auf meinem Weg zur Bahn gibt es einen Laden der Diakonie. In diesem arbeiten in erster Linie 1€ Jobber und es werden Sachen verkauft die in Werkstätten gebastelt worden sind. Aber auch gebrauchte Kleidung, Spiele, Kassetten (<3) und Bücher. Die Bücher kosten zwischen 0,50€ und 1€. Hier kaufe ich einen Großteil meiner Bücher, denn es sind immer mal echte Schätze dabei. Jetzt natürlich nicht die wirklichen Bestseller (Weshalb ich z.B. Panem noch nicht gelesen habe ;)), aber immer mal wieder gute, ältere Bücher. Fitzek, Mankell, Grisham, Glattauer. All das hab ich schon in der Diakonie gefunden. Und dann meistens auch mitgenommen. Natürlich überlegt man dann bei 50 Cent nicht unbedingt sehr lange, ob man es nun mitnimmt, oder vielleicht doch nicht braucht, aber wirklich Mist gekauft habe ich da eigentlich noch nie.

Was sonst noch so im Regal steht kommt von Medimops.

Und selbst hier bestelle ich selten nur für mich. Meistens besorge ich hier irgendwelche Geschenke – meine weltbesten Freunde und meine weltbeste Mama haben nix gegen gute gebrauchte Bücher – und versuche dann mit einer Sammelbestellung das „portofrei“ zu erreichen. Klappt das nicht, schaue ich auch selbst schon mal.. aber selbst da gebe ich selten mehr als 2,50€ für ein Buch aus. Und das muss dann schon ein echter Favorit sein…

Ihr seht… es ist ein anders als „Mal eben am Bahnhof ein Buch gesehen… Oh.. ich nehms mit.“ Aber meistens ist das auch völlig okay so. Und für alles was man nicht günstig kaufen kann, gibt es ja auch erst mal noch die Bibliothek.

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