Was lange währt wird endlich gut… oder so. Hier wäre also meine 4. Rezension von einer mir über Blogg dein Buch zur Verfügung gestellten Lektüre.

Wie fange ich an? Am besten beim 1. Eindruck.

Nachdem „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ von Thomas Pletzinger aus dem Kiwi-Verlag bei meiner Rückkehr bereits 2 Wochen im Kiosk lag – sehr blödes Timing – habe ich es dann hier ausgepackt und war vom Cover begeistert. Man sieht den Basketball nicht nur, man spürt ihn. Das Deckblatt ist quasi ein Basketball. Ich mag so was.

Durch den Prüfungsstress zog sich das Lesen jetzt sehr lange hin. Ich hatte wenig Zeit, habe das Buch nahezu konsequent mit in die Badewanne genommen – wenn ich dafür die Zeit hatte 😉 – und bin auch jetzt noch nicht durch. Schon wieder nicht. Aber ich werde es zu Ende lesen. Ganz sicher.

Wo liegt das Problem? Wie gesagt: Die Zeit.

Aber selbst unabhängig davon konnte und kann es mich nicht fesseln. Ein mich mitreißendes Buch bringt mich auch dann zum Lesen, wenn ich eigentlich keine Zeit dazu habe. War in diesem Fall halt nicht so. Ich hatte mir – mal wieder – was anderes vorgestellt. Meine Erwartungshaltung ist also auch hier eher hinderlich. 😉

Ich kann jetzt nicht mal wirklich viel schlechtes zu dem Buch sagen. Das einzige was mich massiv stört: Die Zeitsprünge. Die Sprünge zwischen „normaler“ Saison und Playoffs. Die verstehe ich nicht. Die ergeben für mich keinen Sinn und nehmen irgendwie die Spannung raus. Gut, Spannung bei einem Buch über eine Saison die tatsächlich stattgefunden hat ist sowieso so eine Sache. Basketball Interessierte wissen es, der Rest kann das Ergebnis bei Wikipedia nachlesen. Oder einfach den Untertitel auf der Rückseite lesen. „Wie wir fast Deutscher Meister wurden – eine Saison im Profibasketball.“ Spannung über das Ergebnis somit erledigt. Aber ich hätte mir gewünscht, dass man selbst mitfiebern kann. Dass man selbst quasi von Anfang bis Ende dabei ist und es so erlebt, wie die Spieler und das Team es erlebt haben. In eben dieser Reihenfolge. Die Sprünge vom Sommer in den Mai und zurück in den Oktober sind einfach nur anstrengend und nehmen das Tempo raus. An diesen Sprüngen habe ich auch meistens aufgehört zu lesen.

Seinen Schreibstil mag ich eigentlich. Jedenfalls gibt es keine merkwürdigen Satzkonstrukte die mir bitter aufstoßen. Er ist natürlich, authentisch, sympathisch. Völlig okay. Leider fesselt es mich nicht. Es bleibt oberflächlich. „Nimmt mich nicht mit.“ Ich kann mich selten erinnern was ich bereits gelesen habe. Und da ich ständig das Lesezeichen vergessen habe, kam es häufiger vor, dass ich ein halbes Kapitel gelesen habe bis mir aufgefallen ist, dass ich es bereits kannte. Es bleibt nicht nachhaltig im Kopf. Könnte aber auch an den Zeitsprüngen liegen und dass es einfach zu viele mir unbekannte Namen sind.

Vermutlich bin ich einfach nicht die Zielgruppe. Es ist mir zu viel Sport und zu wenig Mensch. Aber das ist mein Problem bei der Auswahl gewesen. Ich hätte mir so was denken können. Oder aber vorher mal ein wenig über Alba Berlin lesen können. Dieses Buch völlig verreißen wäre jetzt nicht fair. Es ist sicher nicht schlecht. Nur eben nicht meins.

Soll ich noch was zum Inhalt sagen? Nun ja… es geht um Basketball. 😉 Hier zu am besten der Klappentext.

 „Thomas Pletzinger war dabei: im Mannschaftsbus, im Trainingslager, in der Kabine, ganz nah an den Spielern, Trainern und Managern von Alba Berlin. Bei internationalen Partien und in den nervenaufreibenden Playoffs. „Gentlemen, wir leben am Abgrund“ erzählt von der Magie des Spiels und den Gesetzen des Spiels und den Gesetzen des Geschäfts, von Glück und Euphorie des Erfolgs, aber auch von enttäuschenden Niederlagen. Thomas Pletzinger zeigt die Spieler auch abseits des Parketts, als junge Männer mit Geschichten und Träumen. Er erzählt vom Schmerz im Training un der Monotonie der Reisen. Und immer wieder erzählt er von sich und seiner tiefsitzenden Begeisterung für diesen Sport.“

Nicht mehr. Aber auch nicht weniger. 

Bewertung:

+ Die „Art“ des Autors.

+ Das Cover.

– Die Zeitsprünge.

– Nicht mein Thema.

Ich vergebe abschließend 3 von 5 Sternen. Weil es insgesamt einfach okay ist. Kaufen könnt ihr es unter oben erwähntem Link. Empfehlen würde ich es nur denjenigen die einen Bezug zum Basketball haben. 😉

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